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Göttingen Mutter erschlagen und einbetoniert – Mord aus Habgier?
Die Region Göttingen Mutter erschlagen und einbetoniert – Mord aus Habgier?
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15:12 19.12.2018
Der Angeklagte (M) mit seinen Verteidigern im Gerichtssaal des Landgerichts Göttingen (Archivbild). Quelle: Foto: dpa
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Göttingen/Herzberg

Der Beamte war im April bei der Durchsuchung in dem Wohnhaus der Rentnerin dabei gewesen, die zu der Zeit seit mehreren Monaten nicht mehr gesehen worden war. Nachdem eine erste Suchaktion ergebnislos verlief, setzte die Polizei bei einer erneuten Suche zwei Leichenspürhunde ein. Diese fanden dann in einer Blumenbank die einbetonierte Leiche der Frau. Der Leichnam sei tief unten in der Betonschicht abgelegt gewesen, sagte der Beamte. Darüber habe sich eine Kiesschicht befunden.

In dem Prozess muss sich der 47-jährige Sohn der Rentnerin verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord aus Habgier vor. Der Angeklagte sei arbeitslos gewesen und habe Schulden gehabt. Weil seine Mutter seinen Lebensunterhalt nicht weiter habe finanzieren wollen, habe er sie im September 2017 getötet, um weiter von dem Geld seiner Eltern zu leben. Um das Verbrechen zu vertuschen, habe er ihre Leiche im Wohnzimmer in der Blumenbank einbetoniert.

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Die Ermittler hatten die Leiche erst sieben Monate später entdeckt. Der Körper sei in eine grüne Gewebefolie gehüllt gewesen, die mit Kabeln umwickelt gewesen sei, sagte der Ermittler. Bei der Durchsuchung des Wohnhauses stießen die Kriminaltechniker dann unter anderem auf diverse Blutspuren. Ein Detail erschien ihnen besonders auffällig: Das Wohnzimmer sei stark eingestaubt gewesen, was vermutlich auf das Kiesschütten zurückzuführen sei, sagte der Beamte. In dem Staub habe sich ein Abdruck befunden, der die Umrisse eines Feuerhakens gehabt habe. Man habe aber keinen Feuerhaken in dem Haus gefunden.

Später stellten die Ermittler einen Schürhaken im Haus des Sohnes in Schweden sicher. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 47-Jährige seine Mutter mit einem Schürhaken erschlagen und sich nach der Tat nach Schweden abgesetzt hat. Der Prozess wird nach Weihnachten fortgesetzt.

Von Heidi Niemann

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