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Göttingen Prozess um Brandstiftung
Die Region Göttingen Prozess um Brandstiftung
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18:31 17.02.2016
Von Markus Scharf
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Göttingen

„Der hat mich schon seit Tagen geärgert“, sagte der 65-jährige Zeuge über den Wäscheständer. Die Studentin, die den ins Treppenhaus gestellt habe, „wollte nur die Marke für den Trockner sparen“. Als er zum Feuer gerufen wurde, sei der Plastikständer völlig verschmort und der Flur voller Rauch gewesen. „Da qualmte das schon derbe aus den Rauchmeldefenstern“.

Der Hausmeister hatte danach der Feuerwehr mit dem Generalschlüssel alle Apartments geöffnet, um sicherzustellen, dass nicht noch jemand schlief und vom Qualm gefährdet wurde. Dabei entdeckten Polizei und Feuerwehr in der Wohnung des Angeklagten das eigentlich gefährliche Feuer: ein glimmender Stapel Papier, darauf Stahlwolle, eine Platzpatrone und eine hoch entzündliche Spraydose. Pures Glück, dass nichts davon explodierte.

Das Gericht hat auch den Freund des Angeklagten gehört, zu dem er gegangen war, nachdem er die zwei Feuer gelegt hatte. Der sprach später von einer „depressiven Verstimmung“ des 27-Jährigen. Zusammen waren beide am Nachmittag zur Wohnung des Brandstifters zurückgegangen, die inzwischen versiegelt war. Im Hof sei der Freund dann verhaftet worden. Erst aus der Zeitung habe er erfahren, wass passiert war. Er könne sich bis heute nicht erklären, warum das Feuer gelegt wurde, „wir hatten doch alles unternommen, dass er dort wohnen bleiben darf und ihm geholfen wird“, sagt der Freund unter Tränen. ck