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Göttingen Prozess wegen Drogen- und Waffendelikten in Göttingen
Die Region Göttingen Prozess wegen Drogen- und Waffendelikten in Göttingen
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19:00 11.09.2019
Am Landgericht hat der Prozess gegen einen 24-Jährigen aus Dransfeld begonnen. Er soll die Absicht gehabt haben, Drogen zu verkaufen. Quelle: dpa
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Göttingen

Wegen verschiedener Verstöße gegen das Betäubungsmittel- und Waffengesetz muss sich seit Mittwoch ein 24-jähriger Mann aus der Samtgemeinde Dransfeld vor dem Landgericht Göttingen verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten unter anderem bewaffnetes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vor. Außerdem habe er mehrere Schreckschusswaffen besessen, die er nicht ordnungsgemäß verwahrt habe. Eine Waffe habe er gar nicht besitzen dürfen, da diese kein behördliches Prüfsiegel gehabt habe. Waffen dieser Art ohne Prüfzeichen sind in Deutschland nicht erlaubt.

Drei Cannabis-Pflanzen im Aufzuchtzelt

Die Polizei hatte Anfang 2018 die damalige Wohnung des Angeklagten durchsucht und dort eine Indoor-Plantage zur Aufzucht von Cannabis-Pflanzen entdeckt. Dem Durchsuchungsbericht zufolge befanden sich in dem mit entsprechenden Lampen und Filtern ausgestatteten Aufzuchtzelt drei Cannabis-Pflanzen, deren Blüten (insgesamt etwa 180 Gramm) in etwa zwei Wochen erntereif gewesen wären. Außerdem habe der Angeklagte 9,23 Gramm Marihuana in seinem Besitz gehabt. Die Staatsanwaltschaft geht in ihrer Anklage davon aus, dass der 24-Jährige die Betäubungsmittel zumindest teilweise gewinnbringend verkaufen wollte. Daneben stießen die Polizisten in der Wohnung neben den drei Schreckschusswaffen auf diverse Munition.

Angeklagter bestreitet Drogenhandel

Zu Beginn des Prozesses verlas der Verteidiger für seinen Mandanten eine Erklärung, wonach dieser einen Teil der Vorwürfe einräume, nämlich die Aufzucht der Cannabis-Pflanzen sowie den Marihuana- und Waffenbesitz. Der Angeklagte bestreite aber „entschieden“ jeglichen Handel mit Betäubungsmitteln. Sein Mandant habe die Pflanzen nur für den Eigenkonsum angebaut und nie die Absicht gehabt, davon etwas zu verkaufen, so der Rechtsbeistand. Entsprechende Behauptungen eines Zeugen seien unwahr.

Nach Angaben des Verteidigers hatte der Angeklagte zwei der aufgefundenen Schreckschusswaffen im Dezember 2017 „zur Vorbereitung einer Silvesterfeier“ in einem Waffengeschäft in Göttingen gekauft. Hierzu liege auch die nach dem Waffengesetz vorgeschriebene sogenannte Hinweisverpflichtung des Verkäufers vor. Die dritte Waffe habe er bei seinem Einzug in die Wohnung in einer Werkzeugkiste vorgefunden, die sein Vormieter dort hinterlassen habe.

Das Gericht hat für den Prozess insgesamt drei Verhandlungstage angesetzt.

Von Heidi Niemann

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