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Göttingen Queeres Zentrum Göttingen feiert Eröffnung
Die Region Göttingen Queeres Zentrum Göttingen feiert Eröffnung
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15:59 06.06.2018
Regenbogenfahnen wehen gegen Homophobie und Transphobie: In Göttingen eröffnet das Queere Zentrum.
Regenbogenfahnen wehen gegen Homophobie und Transphobie: In Göttingen eröffnet das Queere Zentrum. Quelle: dpa
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Göttingen

Das Zentrum will verschiedenen Gruppen eine Heimat geben. Einem Stammtisch für lesbische, bisexuelle und transgeschlechtliche Frauen zum Beispiel. „Hier können Leute hinkommen, die sich queer fühlen und sich über bestimmte Themen austauschen wollen“, sagte Stephanie Leitz im April gegenüber dem Tageblatt. Sie ist Projektmanagerin des Queeren Zentrums.„Leute, die aus dem gängigen heteronomen Bild rausfallen“, ergänzte Liv Teichmann vom Vorstand des Vereins Queeres Göttingen. Derzeit gibt es im Zentrum bereits ein Trans-Beratung und das Trans-Café.

Feier mit Vertreterinnen von Stadt und Landkreis

Die Eröffnungsfeier beginnt am Freitag um 14 Uhr mit einem Sektempfang. Für Grußworte haben sich Petra Broistedt, Kultur- und Sozialdezernentin der Stadt Göttingen und Maria Gerl-Plein, stellvertretende Landrätin des Landkreises Göttingen, angemeldet. Musikalisch begleitet wird der Empfang von der Sängerin Hanna Carlson und Gitarrist Martin Tschoepe.

Im Anschluss beginnt um 15.30 Uhr ein Hoffest mit dem Ukulelen-Duo „L’Uke“. Mittmach-Aktionen wie ein „QuizGlücksRad“ und Tombola sind ebenso wie ein Kinderprogramm geplant.

Frau Doktor Verena Breit von Flach und DJane Sarah Sahara

Ab 20 Uhr steigt die Party in „Gayrage“ des Zentrum. Als Showact tritt Frau Doktor Verena Breit von Flach auf. DJane Sarah Sahara steht an den Plattentellern.

Hinter dem Namen „Queeres Zentrum Göttingen“ verbirgt sich nach eigenen Angaben eine neue Initiative einer Vielzahl Göttinger Gruppen, Beratungseinrichtungen und Einzelpersonen. „Wir wollen mit diesem Projekt einen Ort gründen, an dem sich diejenigen, die sich als „queer“ verstehen, treffen und begegnen können – einen Ort für Gemeinschaft und Vernetzung, Beratung und Bildung, politische Aktivitäten und Kultur“, heißt es auf der Internetseite des Zentrum. Ein solcher Ort sei in Hannover und Braunschweig längst Realität. Den Wunsch nach einem queeren Zentrum in Göttingen gebe es seit den „LesBiSchwulen Kulturtagen“ 2015.

„Anerkennung in der Gesellschaft, Gesundheit, Gemeinschaft“

Die queere Community in Göttingen soll mit dem Zentrum ein gemeinsames Zuhause bekommen. Wegen der „grundverschiedenen Lebensrealitäten“, die unter „queer“ nur grob zusammengefasst seien, das schwierig aber auch fruchtbar zugleich. „Denn wir haben alle ähnliche Grundbedürfnisse: Anerkennung in der Gesellschaft, Gesundheit, Gemeinschaft.“

Von Michael Brakemeier

09.06.2018
09.06.2018