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Göttingen TV-Magazin über versuchte Vergewaltigung
Die Region Göttingen TV-Magazin über versuchte Vergewaltigung
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16:58 28.03.2017
Von Andreas Fuhrmann
Das Phantombild des mutmaßlichen Täters Quelle: Polizei
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Göttingen

In dem Göttinger Fall hatte ein Unbekannter am 12. März 2016 an der Gutenbergstraße eine 23 Jahre alte Studentin massiv sexuell bedrängt und unsittlich berührt. Zuvor hatte der Unbekannte die junge Frau offenbar auf ihrem Heimweg aus der Innenstadt verfolgt, hatte die Polizei nach der Tat erklärt.

Gegen 5.15 Uhr griff der Mann die Studentin demnach an einer Studentenwohnanlage von hinten an, riss sie auf einer Grünfläche zu Boden und begann, sie teilweise zu entkleiden. Durch die Hilferufe des Opfers wurde ein 23 Jahre alter Anwohner auf das Geschehen aufmerksam. Der Student rannte aus seinem Apartment und versuchte, die Herkunft der Schreie zu orten. Schließlich entdeckte er den auf dem Opfer hockenden Mann und riss ihn von der Frau weg. Bei dem Gerangel verletzte sich der couragierte Helfer am Bein und konnte daher nicht verhindern, dass sich der Täter befreien und weglaufen konnte. Etwa zehn Minuten später soll dieser noch einmal an der Ecke Nikolausberger Weg/Bühlstraße gesehen worden sein. Eine Fahndung der Polizei verlief ergebnislos.

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Mit einem Phantombild fahndet die Göttinger Polizei seitdem nach dem 40 bis 55 Jahre alten mutmaßlichen Täter. Er ist 1,75 bis 1,80 Meter groß und schlank. Bei dem Angriff hatte er grau-weiße Haare und einen sehr auffälligen, fast weißen Vollbart, eventuell auch ohne Oberlippenbart. Bekleidet war er mit einer schwarzen Lederjacke, vermutlich einem Imitat, einer dunkelgrünen oder dunkelgrauen Jogginghose und einem weißem T-Shirt.

Anfang März habe ein Kamerateam für das RTL II-Magazin am damaligen Tatort in Göttingen gedreht, sagt Polizeisprecherin Jasmin Kaatz. Dabei seien auch einige Szenen mit Schauspielern nachgestellt worden. Zudem berichte in dem Beitrag Hauptkommissar Andreas Haubrich über den Fall, den dieser seit der Tat bearbeite. Eine heiße Spur habe die Polizei noch nicht, sagt Kaatz. Die Ermittler hätten an der Kleidung der Frau zwar DNA des mutmaßlichen Täters gesichert. Bislang gebe es aber keinen Treffer in der DNA-Datenbank. Daher hoffe die Polizei weiter auch auf Zeugenhinweise unter Telefon 0551/491-2115.

Das Magazin wird am Mittwoch, 29. März, um 20.15 Uhr bei RTL II ausgestrahlt.