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Göttingen Radweg von Esebeck nach Elliehausen
Die Region Göttingen Radweg von Esebeck nach Elliehausen
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00:26 25.11.2018
Auch für Radfahrer ist die Straße zwischen Esebeck und Elliehausen gefährlich. Zwischen den beiden Dörfern soll nun ein Radweg gebaut werden.
Auch für Radfahrer ist die Straße zwischen Esebeck und Elliehausen gefährlich. Zwischen den beiden Dörfern soll nun ein Radweg gebaut werden. Quelle: Peter Heller
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Göttingen/Esebeck

Auf der schmalen Straße zwischen Elliehausen und Esebeck sind täglich etwa 5000 Fahrzeuge unterwegs. Für Fahrradfahrer wird es damit ungemütlich, wenn nicht gefährlich, auch wenn der Anteil des Schwerlastverkehrs nur etwa zwei Prozent ausmacht. Daher ist dieser Abschnitt im Radverkehrsentwicklungsplan der Stadt als regionale Hauptroute ausgewiesen, und der Neubau eines kombinierten Geh-/Radweges wird dort als wichtige Infrastrukturmaßnahme aufgeführt. Außerdem ist die Verbindung ein langjähriger Wunsch des Ortsrates Elliehausen/Esebeck.

Abzweigen auf Wirtschaftsweg

Die Stadtverwaltung hat nun die Planung für einen solchen Radweg erarbeitet, die am Donnerstag im städtischen Bauausschuss vorgestellt wurde. Danach kann der Radweg allerdings nicht in voller Länge entlang der Kreisstraße 37 geführt werden: Dafür wird die Trasse der K 37 im südlichen Teil zu eng. Die Pläne sehen nun vor, den neuen Radweg von Esebeck aus nur auf den ersten 780 Metern entlang der Kreisstraße anzulegen. Hier soll der Geh-/Radweg 2,50 Meter breit sein.

Danach soll die neue Verbindung auf einem bereits vorhandenen Wirtschaftsweg geführt werden. Dieser Abschnitt wird etwa 1,2 Kilometer lang sein und zur Diedershäuser Straße führen, die dann direkt in den Ortskern von Elliehausen reicht. Der Wirtschaftsweg soll auf einer Breite von 3,50 Metern asphaltiert werden, um Radfahrern ein komfortables Fahren zu ermöglichen. Um Probleme mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen zu vermeiden, sehen die Planungen mehrere Ausweichstellen vor. „Für diese Maßnahme“, erklärte die Stadtverwaltung, „ist auf weiten Strecken Grunderwerb erforderlich.“

730000 Euro Baukosten

Die Baukosten betragen nach dem derzeitigen Stand laut Stadtverwaltung etwa 730000 Euro einschließlich Grunderwerbskosten und Kosten für die Ausgleichs – und Ersatzmaßnahmen. Die Höhe der Planungskosten wird etwa 85000 betragen. Nach dem Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz können etwa 60 Prozent der Baukosten gefördert werden. Die genaue Zuwendungshöhe muss allerdings noch mit dem Fördergeber, der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, abgestimmt werden. Ohne Gegenstimme sprach sich der Bauausschuss am Donnerstagabend für dieses Konzept der Stadtverwaltung aus.

Nach der Diskussion im Bauausschuss am Donnerstag soll der städtische Verwaltungsausschuss dem Neubau des Radweges vom Grundsatz her zustimmen. Danach wird ein Planfeststellungsverfahren notwendig. Hierbei soll auch die genaue Ausführungsvariante festgelegt werden.

Von Matthias Heinzel

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