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Göttingen Rassismus-Eklat im Göttinger Studierenden-Parlament
Die Region Göttingen Rassismus-Eklat im Göttinger Studierenden-Parlament
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18:22 27.02.2015
Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Göttingen

So einfach lief es dann aber doch nicht. Bereits bei den Wahlen des Präsidiums des Studierendenparlamentes geriet die Koalitionsdisziplin mächtig ins Wanken. Als erste stellvertretende Präsidentin wurde mit 29 Stimmen überraschend Vivien Bohm (Grüne Hochschulgruppe) gewählt – demnach muss es vier Abweichler aus den Reihen der Koalition gegeben haben.

Die Partei hatte inzwischen noch an ganz anderen Fronten zu kämpfen. Über die sozialen Netzwerke wurde die Absicht, in eine Koalition mit dem RCDS einzutreten, publik – selbst für die Satirepartei ein Tabubruch. Neben Kritik von Partei-Gruppen aus ganz Deutschland, fühlte sich selbst Chef-Satiriker und Parteivorsitzender Martin Sonneborn genötigt, via Facebook mitzuteilen, dass ihm das gar nicht gefalle.

Unterdessen kam es bei der Befragung des alten AStA zu einem Rassismus-Eklat. Als die scheidende AStA-Vorsitzende Elena Hammoud berichtete, dass während ihrer Amtszeit ein AStA-Kollege geäußert habe, sie könne sich ihre „Pflicht in ihren islamischen Arsch schieben“, sorgte dies in den Reihen des RCDS für Belustigung. Im darauf folgenden Tumult ruderte der RCDS zwar zurück, aber der Schaden war bereits da. „Insbesondere die Fraktionen, die mit dem RCDS erneut eine AStA-Koalition eingehen wollen, sollten sich überlegen, ob dieses Verhalten ihrem Verständnis von Demokratie und Toleranz entspricht“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Jusos.

Infolgedessen wurde die Sitzung um 1 Uhr nachts vertagt – ohne gewählten AStA. Die Partei ist sich mittlerweile gar nicht mehr so sicher, ob sie wirklich mit dem RCDS koalieren will.

Von Benni Köster