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Göttingen Ratsdebatte um Hagenweg 20 in Göttingen
Die Region Göttingen Ratsdebatte um Hagenweg 20 in Göttingen
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10:58 17.02.2014
Von Ulrich Schubert
Hagenweg 20 in Göttingen.
Hagenweg 20 in Göttingen. Quelle: Heller
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Göttingen

Einstimmig hat der Rat am Freitag einen Antrag der SPD dazu nach strittiger Debatte an seinen Sozialausschuss überwiesen.

Die Bundesregierung will das Programm „Soziale Stadt“ finanziell aufstocken. Davon sollte Göttingen ein großes Stück abbekommen und das gleichlautende Programm für die Weststadt erweitern, fordert die SPD. „Es ist genau das, was wir brauchen“, warb Klaus-Peter Hermann mit Blick auf neue Programm-Regeln zum Kauf von Häusern um Zustimmung.

Und es sei eine Chance, frühere Abstriche im Weststadtprogramm auszugleichen. Patrick Humke (Linke) hielt dagegen, dass erst geklärt werden müsse, „was wir mit den Menschen machen, die dort wohnen, und wie wir sie nach einem Abriss vor Wohnungsspekulanten schützen“. 

Auch für Horst Roth (Grüne) ist der Vorschlag „eigentlich wenig zielführend“. Zunächst sollte mehr Druck auf die Eigentümer ausgeübt werden, die unhaltbaren Zustände zu verbessern.

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„Menschenwürdiges Wohnen in der Groner Landstraße 9, 9a, 9b und Hagenweg 20“ hat die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in einem Antrag gefordert. Darin wird die Verwaltung aufgefordert, einzugreifen – etwa nach Paragraf 177 des Baugesetzbuches, der ein „Modernisierungs- und Instandsetzungsgebot“ vorsieht.

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