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Göttingen Rauch über Grone: Feuer auf Sartorius Campus
Die Region Göttingen Rauch über Grone: Feuer auf Sartorius Campus
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19:58 25.08.2019
Feuer auf dem Sartorius Campus in Göttingen-Grone Quelle: Heller
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Grone

Rauch über dem Sartorius Campus in Grone am Sonnabend: In einem Gebäude an der August-Spindler-Straße war am Nachmittag ein Feuer ausgebrochen. Mit zwei Drehleitern und einer Vielzahl von Einsatzkräften war die Feuerwehr bis in die Nacht mit den Löscharbeiten beschäftigt. Verletzt wurde nach Angaben der Feuerwehr niemand.

Der Brand in einem Zwischenlager mit Gefahrenstoff hat die Feuerwehr über Stunden in Atem gehalten.

„Das Feuer hält uns in Schach“, sagte der Sprecher der Berufsfeuerwehr Frank Gloth am Sonnabendnachmittag. In einem Zwischenlager für Nitrocellulose, das für die Herstellung von Membranen verwendet wird, sei aus noch ungeklärter Ursache das Feuer entstanden. Durch den Gefahrenstoff gestaltete sich der Einsatz kompliziert. „Der Stoff hat brandfördernde Funktion, so dass wir vorsichtig vorgehen müssen“, sagte Gloth. Es galt zunächst, der starken Wärmeentwicklung entgegenzuwirken. Dabei sei eine Menge Wasser zum Einsatz gekommen. Erst am späten Nachmittag konnten die Einsatzkräfte von innen gezielt gegen die Flammen vorgehen.

Parallel zu den Löscharbeiten hätten die Einsatzkräfte die Schadstoffbelastung in der Luft kontrollieren müssen. Wegen des Rauchs, der nach Angaben der Polizei hoch toxisch war, rieten die Beamte dazu, Fenster und Türen in unmittelbarer Nähe geschlossen zu halten. „Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme“, erklärte Gloth. „Die Rauchwolke ist minimal und es besteht keine Gefahr, dass sie ins Stadtgebiet zieht.“ Bei Messungen in der unmittelbaren Umgebung seien keine Grenzwerte überschritten worden.

Erst gegen 2.30 Uhr am Sonntagmorgen meldeten die Einsatzkräfte: „Feuer aus“. Um sicherzustellen, dass alle Glutnester in den Nitrocelluloserollen tatsächlich gelöscht sind, seien diese in einem Container mit Wasser versenkt worden. „Wir haben dafür die Außenwand des Gebäudes aufgeschnitten und die mehreren hundert Rollen mit dem Hublader aus dem Lagerraum geholt“, berichtete Gloth.

Danach war der Einsatz jedoch noch nicht beendet. Denn die rund 900 Kubikmeter Wasser, die nach Angaben von Gloth zum Einsatz kamen, mussten anschließend wieder aus dem Gebäude gepumpt werden. Dabei unterstützte das Technische Hilfswerk THW aus Göttingen und Einbeck mit Beleuchtung und entsprechenden Pumpen.

Sicherheitssysteme früh angeschlagen

Die Sicherheitssysteme hätten frühzeitig angeschlagen und so vermutlich Schlimmeres verhindert, so Gloth: „Die Melde- und die Sprinkleranlage sind einwandfrei angesprungen. Das hat sehr gut funktioniert. Sonst hätten wir hier sicher noch mit mehr zu kämpfen gehabt“ Das Feuer beschränkte sich auf den Lagerraum. Dieser sei vollständig ausgebrannt.

Die Brandmeldeanlage des Gebäudes hatte am Nachmittag gegen 13.45 Uhr angeschlagen. Gleichzeitig habe ein Rettungswagen, der zufällig am Gelände vorbeifuhr, Rauch bemerkt und die Leitstelle informiert. „Aufgrund der Lage haben wir sofort zusätzlich zu einem Löschzug der Berufsfeuerwehr und Einsatzkräften der Klinikwache auch drei Ortsfeuerwehren alarmiert.“ Bis zum Ende des Einsatzes in der Nacht seien an die hundert Kameraden im Einsatz gewesen, schätzt Gloth. Rund die Hälfte aller Ortsfeuerwehren hätten im Verlauf des Einsatzes unterstützt, darunter die Ortsfeuerwehren Grone, Stadtmitte, Holtensen, Geismar, Herberhausen und Groß Ellershausen.

Schadenshöhe unklar

Die Schadenshöhe stehe noch nicht fest, bewege sich aber in einem „überschaubaren Rahmen“, sagte Petra Kirchhoff, Leiterin der Unternehmenskommunikation bei Sartorius. „Der betroffene Raum und die Materialien sind natürlich nicht mehr verwendbar. Aber unsere Produktion ist in keiner Weise betroffen. Das wäre für uns viel problematischer.“ Die Brandursache werde untersucht. „Sartorius wird ebenfalls untersuchen, welche Maßnahmen eingeleitet werden können, um solche Vorfälle möglichst auszuschließen“, so Kirchhoff weiter.

Von Verena Schulz

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