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Göttingen Volkshochschule mit Raumnot
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16:54 02.11.2018
Außenstelle der Volkshochschule an der Theodor-Heuss-Straße. Quelle: Hinzmann
Weende / Göttingen

„Der Standort an der Theodor-Heuß-Straße ist ein guter Standort“, sagt VHS-Geschäftsführer Hagen Zywicki mit Bedauern. Im Sommer muss die VHS die angemieteten Räume in Nachbarschaft der Neuen IGS Göttingen allerdings verlassen.

Grund ist der drängende Raumbedarf der Neuen IGS. Zum Schuljahr 2020/2021 will die Gesamtschule die Räume der ehemaligen Hans-Christian-Andersen-Schule für ihre Schüler nutzen. „Wir benötigen den Platz für unseren zehnten Jahrgang und für die Sekundarstufe II“, erläutert Schulleiter Lars Humrich. Sechs Jahre nach Gründung der Schule, auf die derzeit rund 430 Schüler gehen, werde es dann die ersten zehnten Klassen geben. Humrich rechnet mit etwa einem Jahr Umbauzeit. Daher muss die VHS schon im Sommer 2019 die Räume verlassen.

Seit 20 Jahren Mieter

Derzeit, so erläutert Zywicki, nutzt die VHS 21 Klassenräume an dem Standort. Zusätzlich befinden sich 15 VHS-Arbeitsplätze dort. Vor allem Kurse des zweiten Bildungsweges und Arbeitsmarkt Projekte bietet die VHS an dem Standort an. Mieter der Räume im städtischen Besitz ist die VHS seit 20 Jahren.

Der große Raumbedarf macht es für die VHS derzeit schwierig, geeigneten Ersatz zu finden, schildert Zywicki. „Wir suchen ein Gebäude zur Anmietung, in dem wir alle Klassen und Arbeitsplätze unter bekommen“, sagt der Geschäftsführer. Eine auf mehrere Standorte verteilte, dezentrale Lösung, hält Zywicki hingegen für nicht ideal.

Fristgerecht gekündigt

Die Raumsuche hat Zywicki von seinem Vorgänger geerbt, als er vor gut zwei Wochen die Geschäftsführung der VHS übernommen hat. Mit Göttingens Sozialdezernentin Petra Broistedt etwa stehe die VHS in Kontakt, so Zywicki.

Ansicht der ehemaligen Hans-Christian-Andersen-Schule. Quelle: Hinzmann

Die Raumsuche trifft die VHS auch nicht unvermittelt. „Der Mietvertrag mit der VHS wurde frist- und formgerecht zum 31. Januar 2019 gekündigt“, erläutert dazu Göttingens Verwaltungssprecher Dominik Kimyon. Eine Übergangszeit bis zum Sommer 2019 sei vereinbart worden. Kimyon bestätigt die von Zywicki geschilderten Schwierigkeiten bei der Raumsuche: „Die Stadt unterstützt die VHS bei der Suche nach neuen Räumlichkeiten nach Kräften, hat im eigenen Bestand aber keine Kapazitäten.“

Auch Neubau eine mögliche Lösung

Rund 50 000 Euro Miete zahlt die VHS jährlich an Miete für die Räume an der Theodor-Heuß-Straße. Auf dem privaten Immobilienmarkt wäre deutlich mehr fällig. Ein kompletter Neubau, so Zywicki, wäre eine Alternative zur Miete. Entsprechende Pläne steckten aber noch in den Kinderschuhen. Und selbst dann müssten Räume für eine Übergangslösung gefunden werden.

Eine Übergangslösung wäre auch für eine weitere Lösung nötig, die der Vorsitzende des VHS-Aufsichtsrats, Kreisrat Marcel Riethig, ins Spiel bringt: Weil an der Berufsbildenden Schulen II an der Godehardstraße über die Jahre die Zahl der Schüler gesunken ist, müsse das Raumkonzept in dem Gebäude ohnehin angepasst werden. So könnten mittel- bis langfristig Räume für die VHS entstehen, so Riethig. Er hält das für eine „Win-Win-Situation“. Die VHS hätte neue Räume und durch die Mieteinnahmen durch die VHS könnte der Umbau finanziert werden.

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Von Michael Brakemeier

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