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Göttingen Reaktionen auf Schicksal der Familie Sardi
Die Region Göttingen Reaktionen auf Schicksal der Familie Sardi
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19:25 18.11.2011
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Göttingen

Die Kreistagsfraktion der Grünen fordert, dass alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, „um der gut integrierten Familie Sardi endlich, nach 19 Jahren in der Bundesrepublik, einen gesicherten Aufenthaltsstatus zu gewähren“. Das Innenministerium solle sich nicht weiter gegen ein gesichertes Aufenthaltsrecht sperren.

Auch die Göttinger Landtagsabgeordnete Gabriele Andretta (SPD) will sich dafür einsetzen, dass der algerischen Familie Sardi ein Bleiberecht verliehen wird. Das „Schwarze-Peter-Spiel im Fall Sardi“ sei entwürdigend, so Andretta. Die Stellungnahme des Innenministeriums bezeichnete sie als „durchsichtiges Entlastungsmanöver des Ministers“. „Mit der Erklärung versucht der Minister, den Schwarzen Peter der Ausländerbehörde zuzuschieben. Dabei weiß jeder, mit welcher Unnachgiebigkeit und Konsequenz dieser Minister auf die Abschiebung von Menschen hinarbeitet.“ Die SPD-Landtagsfraktion habe inzwischen Akteneinsicht beantragt.

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Der Göttinger CDU-Landtagsabgeordnete Fritz Güntzler nimmt Schünemann in Schutz: „Im Innenausschuss des Landtages ist deutlich geworden, dass das Ministerium keine Anweisungen gegeben hat, sondern als Fachaufsicht eine Anfrage des Landkreises beantwortet hat.“ Güntzler will sich mit dem Fall eingehend auseinandersetzen. Das Urteil des Mündener Amtsgerichts sei noch nicht Gegenstand der Diskussion. „Wir werden uns die Urteilsbegründung ganz genau ansehen“, so Güntzler.

Von Lukas Breitenbach