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22:00 25.01.2019
Professor August Ludwig Schlözer mit seinen fünf Kindern, Tochter Dorothea mit Globus (1784). Quelle: r
Göttingen

 Erstmals überhaupt gründet sich am Sonnabend, 26. Januar, in Göttingen eine Rebekka-Schwesternvereinigung „Dorothea Schlözer“. Diese soll später in eine Loge umbenannt werden.

„Wir möchten mit der zunächst gegründeten Rebekka-Schwesternvereinigung, die später in eine Loge umbenannt werden soll, Dorothea Schlözer unsere Ehrerbietung darlegen und ihre großartigen Leistungen als Andenken bewahren“, erläutert Margret Lotz, die als Vorsitzende fungieren wird. In der Gauss-Weber-Loge in der Lotzestraße, die in diesem Jahr 130 Jahre besteht, werden die Schwestern beheimatet sein. Allesamt gehören sie dem Odd-Fellow-Orden an.

Lotz ist quasi familiär vorbelastet. „Durch meinen damaligen Mann“, erzählt sie und fährt fort: „2005 habe ich dann die Schwestern kennengelernt, wir haben uns ausgetauscht.“ Und sie hat sich vor allem in der Gemeinschaft wohlgefühlt. „Man muss es spüren, man muss es erleben“, erzählt sie.

Eine Odd-Fellow-Loge ist Teil einer weltweiten Gemeinschaft, die politisch und konfessionell neutral ist. Dabei wird in Männer- und Frauenlogen unterteilt, wobei Frauenlogen stets den Namen Rebekka tragen. Sinngemäß bedeutet „Odd Fellow“ sonderbare Gesellen. Diese, zumeist Handwerker und Bauarbeiter, wurden seinerzeit nicht in die Londoner Baugilden aufgenommen. Dort entstanden die ersten Logen, kamen über Amerika nach Deutschland. In Stuttgart wurde 1870 die erste Loge gegründet.

Loge benennt einen abgeschirmten Bereich. „Freundschaft, Liebe, Wahrheit“ bedeuten die drei ineinandergreifenden Kettenglieder – das Symbol der Odd Fellows. Diese Werte sind ihnen extrem wichtig. Die Pflege von Freundschaften, Nächstenliebe, Streben nach Wahrheit und auch der Sinn des Lebens sind nur einige Ziele der Odd Fellows.

„Es geht auch darum, das eigene Ego hinten an zu stellen“, erklärt Dieter Peipert, der Obermeister der Gauss-Weber-Loge. Fünf Jahre lang hat er inzwischen den Vorsitz inne. 15 Brüder gehören in Göttingen der Vereinigung an. „Unsere Mitglieder setzen sich aus Rechtsanwälten, Kaufleuten, Polizisten und Handwerkern zusammen“, berichtet Peipert.

Einmal wöchentlich, jeweils am Donnerstag ab 19.45 Uhr treffen sich die Mitglieder in der Lotzestraße. „Unser Grundgedanke ist, dass es eine höhere Macht gibt. Der Orden verkündet keine Religionslehre“, sagt der Obermeister. Margret Lotz hofft sehr darauf, dass sich noch mehr Mitglieder der Schwesternvereinigung anschließen. Bislang besteht die Gruppe aus sieben Personen, die sich den Namen für ihren Bund sehr wohl überlegt haben. „Der Name sollte etwas mit der Universität Göttingen zu tun haben. Es hat uns sehr beeindruckt, dass Dorothea Schlözer bereits mit 17 Jahren zum Magister und Doktor der Philosophie ernannt worden ist. Sie hat viel für uns getan“, verdeutlicht Lotz die Gründe, die zur Namensfindung geführt haben.

Als eines ihrer wichtigsten Ziele gibt die Vorsitzende die möglichst schnelle Aufnahme in die Rebekka-Loge an. Und hofft, dass sich noch viele Frauen der Gruppe anschließen. Jeden ersten Montag im Monat treffen sie sich ab 19 Uhr. Gäste sind jederzeit willkommen.

Von Vicki Schwarze

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