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Göttingen Reinigung Göttinger Denkmäler kostet mehrere Tausend Euro
Die Region Göttingen Reinigung Göttinger Denkmäler kostet mehrere Tausend Euro
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16:11 25.03.2019
Denkmäler, wie hier auf dem Göttinger Marktplatz die Lichtenberg-Statue, wurden mit Farbe besprüht. Die Kosten für die Reinigung sind immens.
Denkmäler, wie hier auf dem Göttinger Marktplatz die Lichtenberg-Statue, wurden mit Farbe besprüht. Die Kosten für die Reinigung sind immens. Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen

Teure Angelegenheit: Nachdem Unbekannte Anfang März mehrere Denkmäler in Göttingen mit Farbe besprüht hatten, hat die Stadtverwaltung mittlerweile Lichtenberg und Co. reinigen lassen. Die Kosten stünden zwar noch nicht genau fest, man rechne allerdings mit einem „höheren vierstelligen Betrag“, sagt Verwaltungssprecher Dominik Kimyon auf Anfrage.

Neben der Georg-Christoph-Lichtenberg-Statue am Alten Rathaus waren nach Angaben der Polizei weitere berühmte Männer auf dem Wall Ziel der Sprüh-Attacke, die sich in der Nacht zum 7. März ereignet hatte: Die Denkmäler von Gottfried August Bürger sowie Wilhelm Weber und Carl Friedrich Gauß waren ebenso besprüht worden wie Friedrich Wöhler auf dem Wöhlerplatz und Wilhelm IV. auf dem Wilhelmsplatz.

Zwei Firmen mit Reinigung beauftragt

Dort war auf den Sockel das Wort „Frauen*streik“ und auf einer der Seiten der Text „History is her story too“ aufgetragen worden. Außerdem war nach Angaben der Verwaltung auch das Ehrenmal für das Reserve-Infanterie-Regiment 91 gegenüber dem Max-Planck-Gymnasium betroffen.

Bis auf das Denkmal auf dem Wilhelmsplatz, das witterungsbedingt noch nicht vollständig gereinigt werden konnte, seien mittlerweile alle Denkmäler von der Sprühfarbe befreit worden, sagte Kimyon. Diese Arbeiten seien von zwei externen Firmen und Mitarbeitern des Bauhofes der Stadt Göttingen ausgeführt worden.

Extrem hartnäckiger Lack aus Sprühdosen

„Das war eine sehr aufwendige Sache“, erklärte Kimyon. Bei der Farbe habe es sich um extrem schwer abwaschbaren Lack aus Sprühdosen gehandelt. Außerdem hätten die Spezialisten bei der Reinigung darauf achten müssen, die empfindliche Patina der Denkmäler nicht zu beschädigen.

Die Stadt hatte kurz nach der Tat Strafanzeige gegen unbekannt gestellt. Die Täter seien aber noch nicht ermittelt worden, sagte Kimyon. „Wenn die Verursacher gefunden werden, müssen sie natürlich die Kosten für die Reinigung zahlen. Wenn nicht, muss der Steuerzahler die Kosten tragen.“ Diese dürften nach einer ersten Schätzung immerhin im hohen vierstelligen Bereich liegen.

Von Andreas Fuhrmann