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Göttingen Auf den Spuren von Gänsedistel und Sauerklee
Die Region Göttingen Auf den Spuren von Gänsedistel und Sauerklee
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16:24 27.07.2017
Steifer Sauerklee.
Steifer Sauerklee. Quelle: ih
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Göttingen

Bereits am Treffpunkt im Göttinger Rosarium nahe des Cheltenhamparks konnte Klärner interessantes Wissen zur Pflanzenwelt vermitteln. An den dortigen Mauern beispielsweise wächst das sogenannte Zimbelkraut, das vornehmlich an felsigen Stellen gedeiht. Da die Früchte des Lippenblütlers an der von der Sonne abgewandten Seite des Krauts wachsen, würden die Risse in  Mauern oder Felsen optimale Bedingungen bieten, erklärte Klärner.

Um den Teilnehmern die Struktur der Pflanzen genau zeigen zu können, war die Zoologin mit Lupe und Lupenglas ausgestattet. Diese Hilfsmittel nutzten die Hobbybiologen, darunter Familien und Senioren, während der Führung besonders gerne. Ohnehin durften sie viel selbst ausprobieren und Fragen stellen.

Importpflanze aus Amerika

An einer weiteren Mauer an der Hospitalstraße war sogar die sogenannte Mauerraute zu sehen, ein Streifenfarngewächs. Deren mikroskopisch kleine Sporen befänden sich innerhalb von kleinen Kügelchen an der Unterseite der Pflanze, erklärte Klärner. Die Mauerraute wachse vor allem an feuchten Orten. Sie sei für einen gewissen Zeitraum aber auch äußerst hitzeresistent.

Ein Stück weiter, in der Nähe des Monro's Park, wächst der Steife Sauerklee.  Dabei handele es sich um ein aus Amerika importiertes Unkraut. "Wir haben aber mehr Unkraut an Amerika abgegeben als andersherum", erklärte Klärner.

Selbst zu dem kleinsten Gewächs, das auf dem Rundgang gesichtet wurde, konnte die Zoologin Interessantes erzählen. Zwischen den Steinen eines Gehweges fand sie Breitwegerich. "Sehen Sie mal, diese Pflanze hält es sogar aus, wenn man auf ihr entlang geht", sagte Klärner. Daher ist die Pflenzenart inzwischen auch weltweit verbreitet und wächst an Straßen, Wegen, Plätzen, Weiden, Wiesen und Äckern. Zum Abschluss der Tour, die von der Biologischen Schutzgemeinschaft Göttingen angeboten wurde, zeigte Klärner den Teilnehmern noch eine Besonderheit an der Angerstraße: eine Linde, die aus der Rückseite einer Hauswand wächst. Dieser Baum hat es sich offenbar besonders gemütlich gemacht im hektischen Stadtleben. ih