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Göttingen So viele Rüben wir noch nie
Die Region Göttingen So viele Rüben wir noch nie
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22:00 14.01.2018
Gerodete Rüben warten auf den Abtransport in die Zuckerfabrik Quelle: Swen Pförtner
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Göttingen

Die letzten Rüben liegen noch am Ackerrand, die Rübenkampagne soll im Januar beendet sein. “Die letzten müssen noch zur Zuckerfabrik gefahren werden”, sagt Jan Hampe, Geschäftsführer des Maschinenrings Göttingen. Aber bereits jetzt ist klar: 2017 war in doppelter Hinsicht ein Rüben-Rekordjahr.

Das, so Hampe, gilt sowohl für die Größe der Anbaufläche als auch für den Ertrag pro Hektar. “Es war gleichzeitig eine schwierige und eine erfolgreiche Saison”. Schwierig sei die Ernte deshalb verlaufen, weil die Wetterbedingungen in diesem Jahr zwar für die Rüben, nicht aber für die Landwirte optimal waren. “Es war einfach sehr, sehr nass”, sagt Hampe. Im März haben die Landwirte die Hackfrüchte gesät, der Sommer ist in Südniedersachsen ins Wasser gefallen. Mit den schweren Rübenrodern kamen die Arbeiter mit Erntebeginn im September dann häufig nur schwer aufs Feld, mancher Einsatz musste wegen Regen abgebrochen werden. Die habe abgeernteten Rübenacker sogen sich dann umso mehr voll Wasser. Eine anstrengende Angelegenheit, zumal der Boden schwer an den Früchten klebte. “Ich kann mich nicht erinnern, dass wir seit 1998 unter solch schweren Bedingungen gearbeitet hätten”, so der Geschäftsführer des Maschinenrings. Im September hatte die Ernte zwar begonnen, das Gros der Feldfrüchte wurde um die Monatswende Oktober/November aus dem Boden geholt. “Nur wenige Wochen in der Erntephase waren halbwegs trocken”, so Hampe.

Jan Hampe Quelle: Christina Hinzmann

Im Bereich des Maschinenrings Göttingen, der in etwa dem Altkreis Göttingen umfasst, sind alle Rüben seit Ende November geerntet. Die Lagerung am Wegesrand schade ihnen nicht, so Hampe. Zumindest dann nicht, wenn es keinen strengen Frost und danach wieder warmes Wetter gibt. Nach und nach werden die letzten Rüben jetzt abtransportiert - in die Werke der Nordzucker bei Braunschweig oder der Südzucker in Warburg oder Wabern.

Und: Es sind so viele wie noch nie zuvor. “2017 hatten wir etwa 25 Prozent mehr Anbauflächen für Rüben”, so Hampe. Das liegt daran, dass 2017 das erste Jahr nach dem Fall der alten Zuckermarkt-Verordnung war. Nord- und Südzucker wollten laut Hampe ihre Werke besser und länger auslasten und haben entsprechend umfangreichere Verträge geschlossen. “Wir haben hier in Südniedersachsen gute Erträge und bei den Verträgen zugeschlagen”, sagte Hampe. Es gab 2017 aber nicht nur eine Rekordanbaufläche sondern darüber hinaus auch noch besonders hohe Erträge. “Wir haben bis zu 90 Tonnen Rüben pro Hektar Fläche geholt”, sagt der Fachmann. Normalerweise liegt der Ertrag in der Region pro Hektar bei etwa 75 Tonnen Rüben. “Die Rübe freut sich über Niederschläge”, so Hampe. Ein drittes Kriterium bei der Rübenernte ist der Zuckergehalt. Der ist 2017 allerdings einfach nur durchschnittlich.

Von Britta Bielefeld

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