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Göttingen Zoff im Ortsrat: Was hilft gegen Raser vor der Mittelbergschule?
Die Region Göttingen Zoff im Ortsrat: Was hilft gegen Raser vor der Mittelbergschule?
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14:58 03.12.2019
Die vorhandenen Engstellen bringen wenig. Jetzt suchen Politik und Verkehrsplaner nach anderen Möglichkeiten, um den Weg vor der Schule sicherer zu machen. Quelle: Niklas Richter
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Hetjershausen

Eigentlich sind sich alle einig: Die Kinder an der Mittelbergschule im Westen der Stadt Göttingen müssen besser vor Rasern auf der Straße geschützt werden. Über die Mittel aber gibt es Streit. An diesem Mittwoch will die Göttinger Stadtverwaltung ihre Ideen im Ortsrat von Groß Ellershausen, Hetjershausen und Knutbühren vorstellen. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Politiker ganz andere Vorschläge haben.

Die Grundschule liegt direkt am schnurgeraden Hetjershäuser Weg – eine Straße, die viele Autofahrer gerne als Rennstrecke nutzen. Dass sie an der Schule nur maximal 30 Stundenkilometer schnell fahren dürfen, ignorieren sie. Durchschnittsgeschwindigkeiten von 46,3 und 50,6 km/h hat die Stadtverwaltung vor gut zwei Jahren je nach Fahrtrichtung gemessen. Zu schnell und vor allem zu gefährlich für die Schulkinder. Die Stadt hat reagiert und vor der Schule mit Betonkübeln mehrere Engstellen geschaffen. Mit mäßigen Erfolg. Das hat eine erneute Messung ergeben.

Noch mehr Engstellen?

Jetzt will die Stadtverwaltung noch weiter aufrüsten: Die Engstellen sollen von vier auf 3,50 Meter verringert werden. Die wechselseitig positionierten Barrieren sollen dichter aufeinander folgen. Und es sollen noch drei weitere Engstellen geschaffen werden. Die Politik allerdings ist nicht begeistert: „Wir sind dagegen“, sagte am Dienstag Ortsbürgermeisterin Heidrun von der Heide (SPD) – der Effekt sei schließlich nachgewiesen gering. So sieht es auch die CDU – „zumal Landwirte in ihren großen Maschinen und Busfahrer mit den Engstellen nur schwer klar kommen“, ergänzte für die CDU Michael Kupke.

Die Parteien haben andere Ideen und berufen sich dabei zum Teil auch auf Eltern und Vertreter der Schule: wenigstens eine Tempo-Anzeige als pädagogisches Zeichen für Raser; Bodenschwellen statt Engstellen (SPD); ein breiter Grünstreifen zwischen Straße und Fußweg zum Schutz der Kinder dort (CDU). Beide Parteien wollen sich außerdem für einen fest installierten – Blitzer einsetzen. Die Investitionskosten dürften durch Strafzahlungen ertappter Raser schnell ausgeglichen sein, sind beide Fraktionen überzeugt. Vor allem aber würde dann endlich vor der Schule langsam gefahren.

Der Ortsrat tagt am Mittwoch, 4. Dezember, um 20 Uhr im Hotel Lindenhof, Dransfelder Straße 9 in Groß-Ellershausen. Weitere Themen: die Gestaltung der Innenhöfe und des Sporthallenumfeldes an der Schule, insektenfreundliche Blühwiesen, Abriss des alten Sporthauses in Groß Ellershausen und das Baugebiet „Am Talsgraben“.

Von Ulrich Schubert

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