Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Roringer kümmern sich um Spielplatz am Thie
Die Region Göttingen Roringer kümmern sich um Spielplatz am Thie
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:12 26.03.2017
Von Michael Brakemeier
Quelle: GT
Anzeige
Roringen

Mit Heckenschere und Harke, mit Astschere und Säge ausgerüstet hatten die Erwachsenen die Pflege des rund 300 Quadratmeter großen Platzes direkt an der Ortsbücherei übernommen, während die Kinder in der Frühlingssonne auf dem Platz tobten. Ortsbürgermeister Alfred Rosenplänter (SPD) sorgte mit dem Traktor für die Strauchabfuhr. Er hatte die ehrenamtlichen Helfer zusammengetrommelt, um den Platz auf Vordermann zu bringen.

Vor allem dienstags, wenn die Bücherei geöffnet ist, würde der Spielplatz von den Roringer Kindern ausgiebig genutzt, sagte Rosenplänter. "Der Renner ist das Karussell." Eine der anwesenden Mütter bestätigte das. "Es ist doch schön, diesen Platz hier zu haben", sagte sie. Der Spielplatz am Roringer Thie war einer der Spielplätze, bei denen die Stadt Göttingen vor vier Jahren bei der Umsetzung des Entschuldungshilfeprogramms die Pflege aufgegeben hatte. 1060 Euro sollten so jährlich im städtischen Haushalt eingespart werden. Der Spielbetrieb hielt die Stadt aber aufrecht, weil der Heimatverein sich damals bereit erklärte, die Pflege zu übernehmen. Die Stadt kümmert sich seitdem weiterhin um die Spielgeräten. Nach Auskunft von Rosenplänter soll demnächst die in die Jahre gekommene Rutsche durch eine neue ersetzt werden. Auch der Zaun soll repariert werden.Inzwischen hat die Roringer Realgemeinde nach Auskunft von deren Vorsitzenden Ulrich Falke die Pflege des Platzes übernommen. Die Fläche befindet sich ohnehin in ihrem Besitz. Der Heimatverein habe die Aufgabe abgegeben müssen, erläutert der Vositzende des Vereins, Siegfried Ritzkowski, weil die Unterhaltung eines Spielplatzes aus Sicht des Finanzamtes keine gemeinnützige Angelegenheit seit und der Aufgabe des Vereins widerspreche. Der Entzug der Gemeinnützigkeit hätte dem Verein gedroht. Diese, so Ritzkowski, habe aber oberste Priorität.