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Göttingen Rosdorfer Biogasanlage wird erweitert
Die Region Göttingen Rosdorfer Biogasanlage wird erweitert
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19:03 28.09.2012
Von Andreas Fuhrmann
Bekommen schon bald Gesellschaft: Behälter der Biogasanlage Rosdorf.
Bekommen schon bald Gesellschaft: Behälter der Biogasanlage Rosdorf. Quelle: Hinzmann
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Rosdorf

Neben einer neuen Siloplatte solle auch ein neuer, großer Behälter hinzukommen. Das habe alles seine Richtigkeit. Die Anlage sei von vornherein größer beantragt und auch genehmigt worden, so Hübner. Die Gemeindeverwaltung Rosdorf bestätigt das.

Derweil steht die Maisernte für die Rosdorfer Anlage kurz bevor. Hübner rechnet mit einem Beginn am 4. Oktober und einer Dauer von etwa zwölf Tagen. Dies dürfte vor allem Einwohner der Dörfer interessieren, durch die der Anlieferverkehr zur Anlage läuft – wie zum Beispiel Niedernjesa oder Obernjesa. Zumal in diesem Jahr für den Betrieb der Rosdorfer Biogasanlage laut Hübner mehr Mais geerntet wird als ursprünglich geplant – nämlich statt 560 rund 700 Hektar. Grund sei die lange Frostperiode im Frühjahr, bei der viele Getreidepflanzen zerstört wurden. Daraufhin hätten einige Bauern Mais nachgepflanzt. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr wurden nur 420 Hektar Mais geerntet. Da sei die Anlage aber auch erst angefahren worden, erklärt Hübner.

Im Bauausschuss der Gemeinde Rosdorf beschwerte sich eine Bewohnerin des Baugebiets am Wartberg über Geruchsbelästigungen durch die benachbarte Biogasanlage. „Das riecht man schon.“ Karsten Rindermann von der Verwaltung entgegnete: „Eine Biogasanlage darf auch riechen“ – wenn auch nicht übermäßig.

Derweil mahnt der Deutsche Jagdschutzverband Autofahrer zur Vorsicht: Die Maisernte erhöhe das Unfallrisiko mit Wildschweinen – vor allem tagsüber. Durch die Ernte verlören die Wildschweinrotten ihre Sommerunterkunft. Beunruhigt von den Landmaschinen querten die bis zu 40 Tiere starken Familienverbände jetzt häufig auch tagsüber die Straßen.