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Göttingen Rosdorfer muss 450 Euro Geldstrafe für Tritte gegen Polizisten zahlen
Die Region Göttingen Rosdorfer muss 450 Euro Geldstrafe für Tritte gegen Polizisten zahlen
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17:08 24.06.2015
Von Matthias Heinzel
Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Rosdorf/Göttingen

Ein Zeuge hatte am 7. Januar 2014 der Polizei gemeldet, ein Radler fahre zwischen Rosdorf und Göttingen in Schlangenlinien. Die Polizei vermutete eine Trunkenheitsfahrt, rückte mit drei Mann aus und versuchte, den Radfahrer zu stoppen.

Wie im ersten Verfahren vor dem Amtsgericht beteuerte der 64-Jährige, dem Polizeiwagen Platz gemacht zu haben, weil er nicht dachte, der Einsatz gelte ihm. Als er anhielt, sei er brutal niedergerungen worden. Zu den angeklagten Widerstandshandlungen sei er kaum fähig gewesen, weil er Diabetiker und nach zwei schweren Herzoperationen und mit fünf Bypässen kaum fähig und willens sei, gegen drei kräftige Polizeibeamte vorzugehen.

Auch die drei Polizisten blieben vor Gericht bei ihren früheren Darstellungen. Der 64-Jährige habe sehr wohl versucht, sich mit Tritten zu wehren. Dem glaubte die Staatsanwältin und beantragte eine Geldstrafe in Höhe von 30 Tagessätzen in Höhe von 15 Euro.

Vor dem Urteil erklärte der Mann in seinem letzten Wort, er sei am Tag des Vorfalls „nicht im Vollbesitz meiner kompletten Orientierungsfunktionen“ gewesen. Er könne es nun doch nicht mehr ausschließen, ob er „im Affekt“ etwas gegen die Polizisten unternommen habe. Er habe aber „Gottseidank niemanden getroffen“.

Der Richter erklärte zur Urteilsbegründung, in Anbetracht des im Verfahren ermittelten Sachverhalts habe er eine höhere Strafe verhängen wollen als selbst von der Staatsanwaltschaft gefordert. Doch das Schlusswort des Angeklagten, in dem dieser eine mögliche Schuld eingeräumt habe, lasse ihn sich dem Antrag der Staatsanwaltschaft anschließen: 450 Euro Geldstrafe.