Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Landwirte in der Region bringen Rüben in die Erde
Die Region Göttingen Landwirte in der Region bringen Rüben in die Erde
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:23 31.03.2019
Thomas Körber-Harriehausen beim Eggen seine Feldes. Am Tag darauf will er mit dem Drillen der Rübensaat beginnen. Quelle: Christina Hinzmann
Anzeige
Göttingen

Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen: In Südniedersachsen hat die Zeit, die Zuckerrübensaat in die Erde zu bringen, begonnen. Am Wochenende sind die Landwirte in der Region gestartet. Sie bereiten ihre Äcker vor und bringen dann die sogenannten “Pillen”, nämlich die Saatkörner, auf dem Land aus. Mit Trecker, Egge und Drillmaschine waren beispielsweise Bauern wie Thomas Körber-Harriehausen im Leinetal unterwegs.

Thomas Körber-Harriehausen beim Eggen. Quelle: Christina Hinzmann

„Das Wetter passt”, bestätigt Jan Hampe, Geschäftsführer des Maschinenrings Göttingen – einem Zusammenschluss von und für Landwirte. Die Böden in der Region seien derzeit trocken genug, um sie mit den Schleppern zu befahren. Andererseits aber auch noch durchfeuchtet genug, sodass die Saat gut keimen kann. „Dafür brauchen wir gut durchlüftete Böden”, erklärt Hampe. Mit einer Egge bereitete Harriehausen beispielsweise am Freitag seine Felder vor.

Der perfekte Gare-Zustand

Im Bereich Gieboldehausen war Landwirt Markus Gerhardy am Wochenende ebenfalls unterwegs. „Der Boden hat den perfekten Gare-Zustand“, sagt er. Das heißt, der Boden ist krümelig, nicht zu matschig und nicht zu trocken. Beste Voraussetzungen für einen gelungen Saisonstart also. „Ideale Bedingungen“, freut sich der Ackerbauer.

Frost bis minus zwei Grad problemlos

Ideal wäre es nach Aussage der Landwirte zudem für die Rüben, wenn sich das milde Wetter jetzt mindestens eine Woche halte. „Leichte Regenschauer”, so Hampe, wären allerdings auch willkommen. Empfindlich auf Frost reagieren vor allem die kleinen Keimblätter der Rüben. Leichten Nachtfrost bei minus zwei Grad aber überstehen sie laut Hampe aber noch relativ problemlos.

„Wir brauchen Niederschlag”

Regen könnte der Boden in Südniedersachsen nach Aussagen der Fachleute generell gut gebrauchen. Im vergangenen Jahr war der Boden im Dürresommer bis in die Tiefe ausgetrocknet. Noch immer, so Hampe, seien die Schichten jenseits der 20 Zentimeter „sehr trocken”. Hampe: „Wir brauchen Niederschlag”.

Rübenäquartor läuft durch den Landkreis

Etwa zehn Prozent der landwirtschaftlich genutzten Ackerflächen im Landkreis Göttingen werden mit Zuckerrüben bestellt. Die Göttinger Bauern liefern ihre Ernte entweder an die Firma Nordzucker nach Nordstemmen und Schladen oder an die Südzucker in Warburg und Wabern. Durch den Landkreis verläuft der so genante „Rübenäquator“. Beides sind vergleichsweise weite Strecken. „Das Werk in Warburg schließt nach dieser Saison”, sagt Hampe. Welcher Auswirkungen das auf den Rübenanbau in Südniedersachsen haben wird, sei laut Hampe noch unklar.

Wenn die Saat demnächst aufgeht und die Pflanzen in Ruhe wachsen und gedeihen können, werden sie ab Mitte September geerntet. Der Transport in die Fabriken läuft bis in den November. Das ist dann die sogenannte Rübenkampagne. Wer sich wundert, das einige der Feldfrüchte noch am Wegesrand liegen: „Diese Rüben sind für die Biogasanlage vorgesehen”, sagt Hampe.

Von Britta Bielefeld

Etwa 500 Einsatzkräfte aus dem Landkreis Göttingen haben in der Nacht zu Sonntag in einem Tunnel bei Jühnde die Rettung von Menschen aus einem verunglückten Zug geübt.

31.03.2019

Teil- und Vollsperrungen im Bereich Jheringstraße, Weserstraße und Kasseler Landstraße hat die Stadtverwaltung Göttingen angekündigt. Ab 1. April kann es dort zu Verkehrsbehinderungen kommen.

31.03.2019

Beinahe wäre das Osterfeuer in Grone in diesem Jahr ausgefallen. Jetzt hat sich aber doch noch ein Ausrichter für diese traditionelle Veranstaltung gefunden.

03.04.2019