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Göttingen Rübenernte in der Region hat begonnen
Die Region Göttingen Rübenernte in der Region hat begonnen
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19:27 17.09.2018
Die Rübenkampagne beginnt in diesem Jahr mit den Bio-Zuckerrüben vom Reinshof, dem Versuchsgut der Georg-August-Universität. Der Acker liegt am Rosdorfer Baggersee. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Die Rübenkampagne beginnt: In diesem Jahr werden die Bio-Rüben zuerst geerntet. Seit Montag werden sie aus dem Göttinger Leinetal nach Schladen zum Werk der Nordzucker transportiert. Bio-Rüben werden auch auf den Feldern der Universität Göttingen angebaut.

„Die Nachfrage nach Bio-Rüben ist groß”, sagt Dirk Augustin, Leiter der Versuchswirtschaften der Universität Göttingen. Seit zwei Jahren baut die Uni rund um den Reinshof zertifizierte Bio-Rüben an, ohne Zertifikat bereits seit etwa acht Jahren. „Der Anbau ist wirtschaftlich attraktiv”, sagt der Wissenschaftler. Denn: Die Nordzucker zahle in diesem Jahr den dreifachen Preis im Vergleich zu konventionell angebauten Früchten.

Bioanbau mit „größeren Risiken“

Dennoch berge der Bioanbau aber „größere Risiken”, so Augustin. Vor allem das Unkraut aber auch Schädlinge können den chemisch ungeschützten Pflanzen mehr zusetzen. In diesem Jahr allerdings profitierten die Bio-Rüben gegenüber den konventionellen Früchten vom trockenen Sommer. Vor allem die „Verunkrautung”, so Augustin, ist nämlich eine Bedrohung für die Rübe. Deshalb wird sie spät gesät, der Boden zuvor noch gegrubbert, um Unkräutern wie Storchenschnabel, Vogelmiere und Weißen Gänsefuß das Leben schwer zu machen. Im Mai wurden die Rüben gesät, dann begann die Trockenperiode.

„Verhalten optimistisch”

„Das hat uns bei der Unkautbeseitigung sehr geholfen”, sagt der Fachmann. Rüben wurzeln tief – bis zu zwei Meter. In den Lagen des Leinetals, nahe der Kiesseen, konnten die Hackfrüchte deshalb trotz Dürre gut gedeihen. Augustin ist deshalb, was den Ertrag angeht, „verhalten optimistisch”.

Die Rüben haben neben dem Unkraut weitere Feinde: Blattkrankheiten und den Drahtwurm. Blattkrankheiten wie Pilzbefall sind vor allem in feuchten Jahren ein Problem, in diesem Sommer sei das weniger dramatisch. Auch der Drahtwurm, der gerne Bio-Rüben, deren Saat ja nicht mit Neonikotinoiden behandelt wird, befällt, litt unter der Trockenheit.

40 Prozent weniger Ertrag

Auf den wassernahen Standorten im Leinetal oder auf bewässerten Standorten profitierten die Rüben vom trockenen Sommer. Aber: „Auf unserem Versuchsgut Relliehausen bei Dassel sieht das aber schon ganz anders aus”, sagt Augustin. Dort rechnet er mit einer 40-prozentigen Ertragsminderung.

Was der Wissenschaftler allerdings bedauert, ist die die frühe Ernte. Weil Bio- und konventionelle Rüben streng getrennt voneinander verarbeitet werden müssen, müssen die wenigen Bio-Rüben zuerst in die Fabrik – ab Montag. Eigentlich könnten sie noch kräftig weiter wachsen. Nach einigen Tagen sind dann aber schon die herkömmlichen Hackfrüchte an der Reihe.

Von Britta Bielefeld

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