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Göttingen Rund 2000 neuen Erstklässler im Landkreis Göttingen
Die Region Göttingen Rund 2000 neuen Erstklässler im Landkreis Göttingen
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16:52 14.09.2014
Von Jürgen Gückel
Mit Zuckertüte ins erste Schuljahr: Einschulungsfeier in der katholischen Godehard-Schule in Göttingen. Quelle: Heller
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Göttingen

Sie haben sich schick gemacht, sich feiern lassen, haben über die Vorführungen ihrer künftigen Mitschüler gestaunt, sich kennengelernt und erstmals die künftigen Klassenlehrer und -räume erlebt.

In der katholischen Godehard-Schule begann das Fest mit einem Gottesdienst unter dem Motto „Da ist ein Schatz!“. Mit dem Blick in eine Schatzkiste, auf deren Grund ein Spiegel liegt, sollte den Kindern ans Herz gelegt werden, den Schatz der Bildung in sich zu heben.

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Die vierten Klassen (die C gestaltete den Gottesdienst, A und B spielte Theater) zeigten den Neulingen, was es zu lernen gilt: In der Geschichte vom Löwen, der nicht lesen konnte, spielten sie Eltern und Erstklässlern vor, dass sich Lernen lohnt.

„Die Vielfalt der Individuen hat sich nicht geändert“

Max: „Elefanten gezählt.“

Dann ging es an das Verteilen der Schultüten – unter dem Blitzlichtgewitter der Eltern. Ob per Video mit Smartphone und IPad oder mit dem alten analogen Zenith-Fotoapparat von Opa: Der Moment der Einschulung muss festgehalten werden.

Luna: „Platz ganz vorn.“

50 Kinder aus acht Nationen, darunter viele Spätaussiedler, hat die Godehard-Schule in

Happy: „Uns kennengelernt.“

diesem Jahr in die Elefanten-, Delphin- unbd Raupenklasse eingeschult. Sie bleibt dreizügig. Etliche der neuen Erstklässler, sagt Direktorin Gabriele Graf, brauchen zu Anfang noch Sprachförderung.

Collin: „Ganz toll!“

Einen Unterschied der jüngsten Jahrgänge zu den Erstklässlern von vor zehn, 15 Jahren sieht Graf nicht. „Die Vielfalt der Individuen hat sich nicht geändert.“ Allenfalls das Gemeinschaftsgefühl, auch in den Familien, sei nicht mehr so wie früher. Aber das werden die Kinder ja nun in den Klassen erleben. 

„... und am Montag haben wir Sport“

Wie war die erste Stunde? „Ganz toll“, schwärmt Collin. Glücklich kommt auch Happy aus den ersten 45 Minuten Schulunterricht ihres Lebens. „Wir haben uns kennengelernt“, erzählt sie. Ein jeder habe ein Schild mit seinem Namen auf dem Tisch stehen gehabt.

Frau Raabe, die Klasenlehrerin, habe sich vorgestellt, jeder habe eine rote Schulmappe erhalten, „und am Montag haben wir Sport“, erinnert Happy ihre Mama gleich an das Sportzeug.

„Wir haben Elefanten gezählt“

Für Max war das Kennenlernen nicht das Wichtigste. Er zählt auf: Luis, Luna, Lara-Marie, Leon – die meisten Mitschüler kennt wer schon. Mit den Zahlen ging es gleich zur Sache. „Wir haben Elefanten gezählt“, sagt er. Max ist in der Elefantenklasse mit lauter Bildern von Dickhäutern an den Wänden. Buchstaben kommen nächste Woche an die Reihe, sagt Max.

Für Luna war die Platzfrage wichtig. Sie hat einen Platz ganz vorn erwischt, „da kann ich besser an die Tafel schauen.“ Alle Kinder haben erzählen sollen, was sie besonders gut können. Bei Luna ist es das Radfahren.
Collin erzählt dann noch von einem Geschenk, das ihn die Grundschulzeit über begleiten  soll: ein Spiegel mit Goldrahmen. Was er darin sieht? „Das bedeutet, ich bin ein Schatz.“