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Göttingen Rund 700 Besucher beim Kartoffelfest in Reinhausen
Die Region Göttingen Rund 700 Besucher beim Kartoffelfest in Reinhausen
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20:20 29.09.2013
Von Katharina Klocke
Binden Kränze: Margarete Otten (l.) und Claudia Herbst. Quelle: Heller
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Reinhausen

Am Sonnabend waren der Rosa Tannenzapfen und mehr als 50 andere Kartoffelsorten zu Gast auf der ehemaligen Domäne – beim großen Kartoffelfest am Regionalen Umweltzentrum (Ruz) Reinhausen der Niedersächsischen Landesforsten.

Weiße, gelbe, rote oder blaue Knollen, Dutzende klangvoller Namen wie La Ratte, Vitelotte oder Blaue Schweden: Wer Kartoffeln schätzt, kam am Stand des Reinhäuser Kartoffelprojektes auf seine Kosten. Laien kauften am besten auf Empfehlung: „Ich bin ein Fan festkochender Kartoffeln und mag am liebsten Agila und Belana“, sagte Katrin Zansinger am Ruz-Kartoffelstand.

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Wobei die Knollen in diesem Jahr recht klein ausgefallen seien, „wegen der langen Trockenheit“, erklärte Zansinger, „aber dafür sind sie umso aromatischer“ Mit dem Kartoffelprojekt sollen alte Sorten erhalten und Schulkinder mit Anbaumethoden und Sortenvielfalt vertraut gemacht werden.

Bei Sonnenschein und fast sommerlichen Temperaturen besuchten rund 700 Menschen das Kartoffelfest, „mehr als im vergangenen Jahr“, freute sich Ruz-Leiter Burkhard Verch. An seinem Stand galt es Wildtiere zu benennen und Fragen zu beantworten.

Rund 700 Besucher kamen zum Kartoffelfest am Regionalen Umweltbildungszentrum in Reinhausen. ©Heller

Kein Problem für Matti, der genau wusste, dass das Gehörn eines Rehbocks niemals die Größe eines Hirschgeweihs erreichen wird: „Das sind doch unterschiedliche Tiere!“

Wer wollte, hatte Gelegenheit, seine Vorratskammern mit ausschließlich regionalen Produkten aufzufüllen:  Kosmetika, Tees und Marmeladen aus Ruz-Produktion beispielsweise, „die Grundstoffe stammen alle aus unserem Kräutergarten“, berichtete Bettina Vogtmeier, die mit anderen Ehrenamtlichen auch aromatisierten Essig und Kräutersalz feilbot.

„Dafür hatten wir sogar Vorbestellungen“, erzählt sie. An anderen Ständen konnten Seifen selbst produziert, Saft von Streuobst gepresst, Kränze aus getrockneten Pflanzen und Honig aus der Region erworben werden.