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Göttingen SPD-Stadtverband will Südlink-Trasse im Westen Göttingens verhindern
Die Region Göttingen SPD-Stadtverband will Südlink-Trasse im Westen Göttingens verhindern
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11:13 19.04.2019
Argumentiert gegen die geplante Südlink-Trasse: SPD-Kommunalpolitikerin Heidrun von der Heide. Quelle: Kuno Mahnkopf
Göttingen

Der SPD-Stadtverband Göttingen ist auf den Protestzug gegen die Stromtrasse Südlink im westlichen Stadtgebiet aufgesprungen. Alles spreche gegen die von Tennet geplante unterirdische Trasse, stimmt Vorsitzender Christoph Lehmann mit Heidrun von der Heide aus dem SPD-Ortsverein Westliche Dörfer überein.

Sorge um gesundheitliche Folgen

Die aktuelle Planung verstärke die bereits bestehende hohe Belastung der westlichen Stadtgebiete mit Autobahn, ICE-Trasse, Stromleitungen der Bahn, Bundesstraße 3, Richtfunktrasse und der schon geplanten 380-kV-Wechselstromtrasse Wahle-Mecklar, sagt Lehmann. Die beiden geplanten Stromtrassen seien Pilotprojekte, große Teile von Elliehausen, Esebeck und Groß Ellershausen von möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen betroffen – einschließlich der beiden Grundschulen und Kindertagesstätten.

Südlink: Der geplante Trassenverlauf. Quelle: gt

„Wohnungsbau wird massiv behindert“

„Der Ortsteil Hetjershausen wird durchschnitten, zwischen Altdorf und Hasenwinkel verläuft die Trasse wohnortnah in topographisch schwieriger Lage“, kritisiert von der Heide und weist auf die Sorgen der Menschen hin. Das Baugebiet Deneweg mit schon verkauften Bauplätzen sei ebenso betroffen wie Baugebiete westlich von Groß Ellershausen und in Elliehausen. Doppelt betroffen seien die Landwirte, Forschungsergebnisse erst in sechs Jahren zu erwarten. Lehmann gibt die nur im Westen mögliche städtebauliche Entwicklung zu bedenken: „Der dringend benötigte Wohnungsbau wird massiv behindert.“ Die Göttinger SPD werde alles tun, die jetzige Südlink-Planung zu verhindern, sagt Lehmann und ruft dazu auf, die bestehenden Beteiligungsmöglichkeiten zu nutzen und Einwendungen gegen die Planung zu erheben. Das ist noch bis 6. Juni bei der Bundesnetzagentur, Referat 804, Postfach 8001, 53105 Bonn, möglich. Die Planungsunterlagen sind auch online abrufbar.

Von Kuno Mahnkopf

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