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Göttingen SPD und Grüne wollen neue Bahnhaltepunkte
Die Region Göttingen SPD und Grüne wollen neue Bahnhaltepunkte
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17:04 04.03.2012
Von Matthias Heinzel
Bahnhof Rosdorf: Hier sollen nach dem Willen von SPD und Grünen wieder Züge halten.
Bahnhof Rosdorf: Hier sollen nach dem Willen von SPD und Grünen wieder Züge halten. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Sie wollen die Kreisverwaltung beauftragen, gemeinsam mit der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG = Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr) zu prüfen, ob in Bovenden, Weende, Rosdorf und Obernjesa solche Haltepunkte eingerichtet werden sollten. Nach Meinung von SPD und Grünen ist das Fahrgastaufkommen auf der wichtigen Leinetalbahn durch solche Angebote „erheblich steigerungsfähig“.

Auch Diskussion und Abstimmungsergebnis brachten kaum Überraschungen: „Vor dem Hintergrund der klimapolitischen Herausforderung“ seien Ausbau und Verbesserung des Bahnangebotes notwendig, „um den Anteil des motorisierten Individualverkehrs zu reduzieren“, meinten SPD und Grüne. Die Christdemokraten erklärten hingegen, die Angelegenheit  sei zu teuer. Zu einem solchen Vorstoß, erklärte CDU-Mann Jens Geyer, „gehören nicht nur Haltepunkte, sondern auch Züge“. Weil diese aber voraussichtlich nicht annähernd ausgelastet sein würden, werde das Ganze zu einem „reinen Zuschussgeschäft“, das andere, sinnvollere Verkehrsprojekte in ihren Realisierungschancen beeinträchtigen würden. Geyers Fazit: Das Bahnhaltepunkt-Projekt sei „nicht finanzierbar“.

Entsprechend vorhersehbar fiel auch das Abstimmungsergebnis in der Kreistagssitzung aus: Verstärkt durch die Linke, brachte die Mehrheitsgruppe aus SPD und Grünen ihren Antrag durch.