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Göttingen „Wir nähern uns den 30 Millionen Euro“
Die Region Göttingen „Wir nähern uns den 30 Millionen Euro“
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00:37 27.05.2018
Die Göttinger Stadthalle und das umgebende Areal soll saniert und umgestaltet werden.
Die Göttinger Stadthalle und das umgebende Areal soll saniert und umgestaltet werden. Quelle: Foto: Mischke
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Göttingen

Nachdem nun festgelegt wurde, dass die Göttinger Stadthalle sowie das Umfeld nach den Entwürfen der Büros Soll Sasse und Prosa gestaltet werden soll, sieht die Verwaltung noch Planungsbedarf bei der Verkehrsführung. So gilt es, die geplante Tiefgarage sinnvoll an das Verkehrsnetz anzuschließen und gleichzeitig den Albaniplatz möglichst nicht durch eine Straße zu zerschneiden oder von Park und Kirche abzutrennen.

„Die Frage der Verkehrsführung ist nicht gelöst.“

Prosa hatte in seinen Planungen vorgesehen, den Verkehr zwischen Albanischule und Hallenvorplatz verlaufen zu lassen. Hier gab es am Donnerstag von Seiten der Politik mehrere kritische Stimmen. „Eine Verkehrsführung über den Platz ist aus unserer Sicht die schlechteste Lösung“, erklärte Becker für die Grünen-Fraktion. Und auch Gerd Nier (Linke) sah Handlungsbedarf: „Die Frage der Verkehrsführung ist nicht gelöst.“

Eine Einschätzung, die die Verwaltung teile, so Dienberg. „Unser Ziel ist, nicht über den Platz zu leiten.“ Dabei müsse aber die Frage geklärt werde, wie die Lange-Geismar-Straße erreichbar bleibe oder der Lieferverkehr für die Halle geleitet werden könne. „Möglicherweise gibt es dann eine Änderung in der Einbahnstraßen-Struktur.“

Nicht alle Kacheln wiederzuverwenden

Auch auf Details zur Gestaltung der Halle ging Dienberg nochmals ein. So bleibe die Symmetrie des Baukörpers und auch die Fassade in ihrer Anmutung ähnlich zur Bestehenden. Allerdings könnten die jetzigen Kacheln nur in Teilen wiederverwendet werden. Ansonsten handele es sich künftig um eine Leichtbeton-Fassade. Auch das einst so viel diskutierte Bronzerelief von Jürgen Weber werde im Umfeld der sanierten Halle einen Platz finden, so Dienberg auf Nachfrage.

Eine Antwort musste der Stadtbaurat aber schuldig bleiben. „Müssen wir uns mit Blick auf die Situation in der Baubranche auf andere Kosten einstellen?“ Das wäre Kaffeesatzleserei, so Dienberg. Die Entwicklung sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar. Man habe mit der Kämmerei allerdings ein enges Monitoring vereinbart, um jederzeit ein aktuelles Bild der Preisentwicklung zu bekommen. Der Ausschussvorsitzende Hans-Otto Arnold (CDU) wagte aber doch eine Prognose: „Wir nähern uns den 30 Millionen Euro.“

Von Markus Scharf

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