Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Saison für Winterbereifung hat begonnen
Die Region Göttingen Saison für Winterbereifung hat begonnen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:42 18.10.2013
Routine für Sebastian Ohm: Reifenwechsel im Halbstundentakt. Quelle: Vetter
Anzeige
Göttingen

In Göttingen stecken die Werkstätten und Reifenhändler bereits mitten in der Winterreifen-Saison. „Die hat in diesem Jahr sehr früh angefangen, wir sind seit fast drei Wochen dabei“, sagt Michael Fischer, Leiter der Göttinger Filiale von Vergölst.

Derzeit würden etwa auch die Fahrzeuge der Göttinger Rettungsdienste vom Sommer- auf den Winterbetrieb umgerüstet. Noch sei ein Termin zum Reifen montieren mit einer Woche Vorlauf zu bekommen, „das könnte sich aber nach dem ersten Schneefall ändern“, sagt der Niederlassungsleiter.

Anzeige

„Es wird Zeit, zu wechseln“, meint auch Stephan Quentin, Filialleiter von Euromaster in Göttingen – „gerade wer im Außendienst unterwegs ist“, ergänzt er. Viele Autofahrer kämen aber erst, wenn es bereits den ersten Frost oder Schnee gebe.

Reifenwechsel im Halbstundentakt

Dann sei aber der Frust groß, „wenn unsere Kapazitäten ausgelastet sind und die Kunden eine oder zwei Wochen auf einen Termin warten müssen“. Und Quentin gibt auch zu bedenken, dass Winterreifen schon ab einer Temperatur von sieben Grad sinnvoll und angebracht seien.

In der Werkstatt von Euromaster sind derzeit die Mitarbeiter im Halbstundentakt mit dem Wechsel von Sommer- auf Winterbereifung beschäftigt. Auch Mechatroniker Sebastian Ohm prüft die Profiltiefe und den Luftdruck der vom Kunden mitgebrachten Pneus, löst Radmuttern und wuchtet die Räder aus.

Außerdem checkt er den Zustand der Bremsscheiben, misst Ölstand und Bremsflüssigkeit und schaut nach, ob die Beleuchtung am Fahrzeug funktioniert. Dieser Kurz-Check vor dem Winter gehöre zum Service, sagt er.

„Kunden möchten wieder Qualität“

Die Reifenlager seien gut gefüllt, „aber ob auch das gewünschte Modell dabei ist, ist fraglich. Manche Marken sind schon schlecht zu bekommen“, sagt Vergölst-Mann Fischer. Viele Reifenkäufer kämen – vorinformiert durch das Internet oder Medien – mit festen Vorstellungen bezüglich der Reifenmarke. „Da hat es in jüngster Zeit einen Wandel gegeben, die Kunden möchten wieder Qualität“, hat Fischer festgestellt.

Nicht nur ausgewiesene Winterreifen, auch Ganzjahresreifen sind mit „M & S“ gekennzeichnet. „Die würde ich aber keinem empfehlen, der im Winter auf seinem Wagen angewiesen ist“, betont Fischer. Ganzjahresreifen hätten in der kalten Jahreszeit einen längeren Bremsweg, zudem seien der Verschleiß und auch der Kraftstoffverbrauch im Sommer höher als bei der Saisonbereifung.

Wer sich nicht sicher ist, ob er an seinem Fahrzeug noch einmal die alten Winterreifen aufziehen kann oder in neue investieren sollte: Der ADAC rät zum Kauf eines neuen Satzes, wenn die Profiltiefe weniger als vier Millimeter beträgt oder die alten Pneus älter als fünf Jahre sind.

Von Katharina Klocke und Britta Eichner-Ramm

Reifenlagerung

Vor dem Abmontieren sollten die Reifen mit Kreide markiert werden. „VL“ steht etwa für „vorne links“. Der ADAC empfiehlt, die Reifen auf Risse oder Beulen zu überprüfen. Der Luftdruck sollte vor dem Einlagern um 0,5 bar erhöht werden: Die Reifen verlören während der Lagerung bis zum Frühjahr – ohne Felgen aufrecht stehend, sonst aufeinander liegend, dunkel und trocken – zumeist Luft.