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Göttingen Salamitaktik für Ausfallstraße verärgert Autofahrer
Die Region Göttingen Salamitaktik für Ausfallstraße verärgert Autofahrer
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19:33 21.09.2009
Mal wieder Stau: Auf der Kasseler Landstraße geht es aufgrund von erneuten Bauarbeiten nur schleppend voran.
Mal wieder Stau: Auf der Kasseler Landstraße geht es aufgrund von erneuten Bauarbeiten nur schleppend voran. Quelle: Mischke
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Nach Verlautbarung der Stadtverwaltung standen „anfallende Gossenregulierungen“ an. Die neuerliche Sperrung der stadtauswärts führenden rechten Fahrspur wurde gestern nötig, um die rechte Fahrspur und auch der Kreuzungsbereich des Siekweges und der gesamten Stauraum vor der Lichtzeichenanlage in der Oberfläche abfräsen zu können, um einen Tag später eine neue Deckschicht aufzubringen.
Daher muss der Verkehr seit gestern auf die linke Spur ausweichen. Die aber ist auch immer wieder dicht, weil die Baufahrzeuge beim Rangieren und Verladen von Abraum immer wieder auch die linke Spur blockieren. Dann staut es sich manchmal bis zum Zollstock oder noch weiter zurück.

Staus und Stillstand

Das dürfte den Göttinger Autofahrern bekannt vorkommen. Die Sperrung der Kasseler Landstraße ist nicht die erste in diesem Jahr: Wegen Arbeiten an den Versorgungsleitungen wurde die Kasseler Landstraße stadtauswärts zwischen Schleifweg und Siekweg Ende Juni schon einmal auf eine Spur reduziert. Wochenlang ärgerten sich die Göttinger Autofahrer über Staus und Stillstand, bis der Verkehr wieder lief.
Die Pause danach währte nicht lange, umfangreiche Bauarbeiten wegen der Erneuerung von Gas- und Wasserleitungen brachten am 20. Juli die nächste Sperrung. Wieder konnte der Verkehr stadtauswärts nur einspurig fließen – wenn er denn floss.
Damit nicht genug: Nach erneut nur kurzer Pause mit freier Fahrt wurden die Kanaldeckel neu in die Oberfläche eingefasst– diesmal auf beiden Seiten. Die Folge: Die Autofahrer mussten Slalom fahren, was wiederum zu Staus führte.
Eine Antwort darauf, warum die Kasseler Landstraße innerhalb von drei Monaten viermal aufgerissen und wieder dichtgemacht wird und die Arbeiten nicht zusammengefasst erledigt werden konnten, vermag die Stadtverwaltung auch auf Tageblatt-Anfrage nicht zu geben. Sie verweist schlicht auf „unseren Pressedienst in der vergangenen Woche“, in der die „anfallenden Gossenregulierungen“ angekündigt wurden.
Andere ärgern sich weniger über den Stau. „Gut, dass die Straße zum Teil dicht ist“, merkt ein Anwohner an. „Dadurch wird‘s ruhiger. Sonst rasen die hier doch mit 80 Sachen durch.“
Das aber wird wohl schon am Freitag wieder der Fall sein. Dann nämlich sollen die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein.

Von Matthias Heinzel

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