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Göttingen Sammeln nach Geruch
Die Region Göttingen Sammeln nach Geruch
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19:38 30.03.2009
Saison beginnt: Erste Bärlauchteppiche, hier im Alten Botanischen Garten Göttingen, sind Anfang April schon zu sehen. Quelle: CH
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Weil Bären sich im Frühjahr am grünen Lauchgewächs bedienten, glaubten die Germanen, vom Verzehr des Krautes ebenso bärenstark zu werden. Zumindest taten sie damit etwas für die Gesundheit: Das Öl soll die Magensäfte anregen, den Cholesterinspiegel senken und Entzündungen stoppen.  

Giftige Doppelgänger

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Seit einigen Jahren ist  das Wildgemüse zurück auf den Speiseplänen. Grund genug für die Niedersächsischen Landesforsten, auf die Spielregeln und Gefahren des Sammelns hinzuweisen. „Obwohl der knoblauchähnliche Geruch ein typisches Merkmal des Bärlauchs ist, kommt es immer wieder zu gefährlichen Verwechslungen mit giftigen Doppelgängern wie Maiglöckchen und Herbstzeitlosen“, warnt Burkhard Verch, Leiter des Regionalen Umweltbildungszentrums (RUZ) in Reinhausen

Bärlauch und andere Pflanzen dürfen in den Wäldern der Niedersächsischen Landesforsten nicht zu kommerziellen Zwecken gesammelt werden. Für den eigenen Bedarf in Küche und Haushalt darf der wilde Lauch maßvoll gepflückt  werden. 

Verch empfiehlt Interessierten die Teilnahme am Bärlauch- und Kräuterseminar des RUZ, Kirchberg 10, am Freitag. Zwischen 17 und 20 Uhr werden dort verschiedene Frühlingskräuter mit ihren botanischen Besonderheiten, Heilwirkungen und Inhaltsstoffen vorgestellt, ein Pesto, Kräuterquark und eine Suppe zubereitet. Für Bärlauchsammler gibt es Bestimmungshilfen. Auch die giftigen Verwandten werden vorgestellt. Anmeldung und Information: unter der Telefonnummer 05508/8025.

                                                                                                                                        Von kk