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Göttingen Scheden möchte Straßenlampen an Eon verkaufen
Die Region Göttingen Scheden möchte Straßenlampen an Eon verkaufen
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19:38 26.11.2010
Von Gerald Kräft
Straßenbeleuchtung muss erneuert werden: Schedener Rat will Kaufvertrag mit Eon.
Straßenbeleuchtung muss erneuert werden: Schedener Rat will Kaufvertrag mit Eon. Quelle: Pförtner
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Im Haushaltsentwurf für 2011 ist die Verkaufsvariante schon eingeplant. Die Aufsicht sieht allerdings ein Problem mit dem Vergaberecht. Da es über 20 Jahre Vertragslaufzeit gerechnet um rund 640 000 Euro geht, müsste das Paket europaweit ausgeschrieben werden. Bei einer niedersächsischen Gemeinde, die eine ähnliche Aktion schon unternommen hat, war das der Fall.

Eine europaweite öffentliche Ausschreibung würde das Vorhaben deutlich verteuern, erklärte Bürgermeisterin Ingrid Rüngeling (WG) bei den Haushaltsberatungen im Bauausschuss. Ohne einen Spezialanwalt für Lieferverträge sei so etwas nicht zu machen.
Die Gemeinde glaubt, nach den Berechnungen mit der Verkaufs- und Rückkaufsoption über 20 Jahre rund 80 000 Euro günstiger davon zu kommen. Wenn die Gemeinde wie bislang die Straßenbeleuchtung betreibt und warten lässt, müsste derzeit mit fast 700 000 Euro Kosten gerechnet werden. Da es noch offene Fragen gibt, beschloss der Bauausschuss einstimmig, den Verkaufsplan weiter zu verfolgen.

In Scheden gibt es 296 Laternen. Bis 2015 müssen alle Quecksilberdampfleuchten erneuert werden – ein Vorhaben von rund 200 000 Euro, das die verschuldete Gemeinde kaum auf einmal stemmen kann. Bei einem Verkauf würde die Eon die Modernisierung übernehmen. Die Gemeinde würde rund 700 Euro pro Lampe bekommen, müsste allerdings jährlich mehr als 30 000 Euro einschließlich Strombezug an Eon zahlen. Nach 20 Jahren gibt es die Lampen für ein Euro je Stück zurück. Die Gemeinde rechnet mit modernen Lampen und 25 Prozent Einsparung mit 18 000 Stromkosten im Jahr.