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Göttingen Scherer-Rücktritt überrascht CDU-Fraktion in Göttingen
Die Region Göttingen Scherer-Rücktritt überrascht CDU-Fraktion in Göttingen
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21:44 15.11.2018
Neues Rathaus in Göttingen
Neues Rathaus in Göttingen Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Am Mittwochabend war Scherer – für seine Fraktion und die Öffentlichkeit überraschend – zurückgetreten. Warum? Das scheint nicht so ganz klar zu sein. „Scherer hat konkrete Hintergründe nicht genannt“, kommentierte am Donnerstag die CDU-Ratsfrau Wibke Güntzler. Es habe „unterschiedliche Auffassungen über Aufgaben der Geschäftsstelle gegeben“, fügte sie an. Und: „Er hat sich über einige Punkte geärgert.“

Scherer will Mandat behalten

Dem Tageblatt gegenüber äußerte Scherer nach seinem Rücktritt: „Diese Art, Politik zu machen, kann ich nicht mittragen.“ Er betonte ausdrücklich, dass der Fraktionsgeschäftsführer Sascha Pröhl nicht Anlass für seinen Rückzug gewesen sei. Und für ihn sei klar, dass er sein Mandat im Rat der Stadt weiter wahrnehmen werde, sagte Scherer.

Weiterer Diskussionsbedarf?

Die CDU-Ratsmitglieder wollten kurzfristig am Donnerstagabend zusammenkommen, um über das weitere Procedere zu beraten. „Wir waren ja überrascht“, so Güntzler, und nun wollten die Christdemokraten beraten, wie sie weiter vorgehen. Ob nach dem Treffen am Donnerstagabend weiterhin Diskussionsbedarf bestehen würde, stehe noch nicht fest. „Übers Knie brechen werden wir nichts“, kündigte Güntzler an.

Feuerstein im Gespräch

Offen sind derzeit einige Fragen. Bleibt Scherer Mitglied der CDU-Fraktion? Falls nein – welche Auswirkungen hat das auf die Besetzung der Ausschüsse des Rates? Und nicht zuletzt: Wer wird neuer Vorsitzender oder Vorsitzende der bisher elf Mitglieder starken Fraktion? Wibke Güntzler jedenfalls hat deutlich gemacht, dass sie dieses Amt auf keinen Fall anstrebe. Dem Vernehmen nach ist der Gastronom und Hotelier Olaf Feuerstein im Gespräch. Offen ist auch, wer die Fraktion interimsweise führt und für sie spricht, beispielsweise in der Sitzung des Rates am Freitag, solange die Christdemokraten keinen Scherer-Nachfolger gewählt haben. Das wäre üblicherweise Aufgabe der stellvertretenden Vorsitzenden.

Einen Kommentar des Tageblatt-Chefredakteurs Uwe Graells zum Thema lesen Sie hier.

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Von Christoph Oppermann und Frank Beckenbach

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