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Göttingen Schikanen schützen die Besucher
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11:43 25.11.2017
Mit Sperren und Betonhindernissen werden alle Zufahrtsstraßen zum Markt besonders geschützt. Quelle: Hey
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Göttingen

Am frühen Morgen des Sonnabends sieht es friedlich aus auf dem Weihnachtsmarkt. Tannen sind in kleinen Gruppen aufgestellt, die meisten Buden sind fertig aufgebaut. Einige Nachzügler müssen noch einmal Hand anlegen, Dekoration befestigen, Auslagen ordnen, leere Kartons wegräumen. Nur einer muss seinen Stand noch platzieren. Kein leichtes Unterfangen auf dem vollbelegten Platz.

Hinter dem alten Rathaus werden Betonquader abgeladen, ein Gabelstapler fährt sie hoch zur Roten Straße. Hier hat ein LKW schon runde Betonblumenkästen abgeladen. Manchem werden sie bekannt vorkommen. Diese Modelle standen vor einigen Jahren noch ganzjährig in der Fußgängerzone. Am Kornmarkt stehen schon drei von diesen Kübeln versetzt, ebenso in der Roten Straße und in der Weender Straße auf Höhe der Sparkasse.

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Sie sind Teil des Sicherheitskonzept für den Weihnachtsmarkt, das in den vergangenen Wochen mit der Göttinger Polizei abgestimmt wurde. Dadurch sollen unkontrollierte Zufahrten vor allem von LKW auf den Markt verhindert werden, so Detlef Johannson, Sprecher der Stadt Göttingen. Gleichzeitig muss aber der innerstädtische Bus- und Lieferverkehr aufrechterhalten werden. Deshalb wird es Straßensperrungen mit sogenannten Schleusen in der Zindelstraße, der Johannisstraße und am Kornmarkt geben. Hier werde eine Kette zwischen zwei Betonblöcken durch Sicherheitspersonal vor Ort geöffnet, damit zufahrtsberechtigte Kraftfahrzeuge durchgelassen werden können, so Johannson.

Mit Sperren und Betonhindernissen werden alle Zufahrtsstraßen zum Markt besonders geschützt.

Die „Zufahrtshemmnisse“ – auch Schikanen genannt – in der Roten und in der Weender Straße sowie Sperrungen in der Gotmarstraße (besetztes Fahrzeug) und in der Pauliner Straße sollen Fahrer von großen Fahrzeugen dazu zwingen, die Geschwindigkeit zu reduzieren. Die Umsetzung des Konzeptes verursache Mehrkosten von voraussichtlich rund 40000 Euro, erklärt Johannson. „Interne Dienstleistungen etwa durch unseren Baubetriebshof nicht eingerechnet. Die kann ich noch nicht beziffern.“

73 Stände hat der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr, fünf Buden weniger als 2016. Unter den Buden gibt es viele Klassiker, einiges Kunsthandwerk und auch ein paar Neuerungen, so Daniel Asmuß, Vorsitzender des Weihnachtsmarktvereins Göttingen. „Wir haben zum Beispiel wieder einmal einen Korbflechter auf dem Platz.” Ein paar Stände hätten zudem gewechselt, so der Schausteller. Auch bei der Dekoration, so Asmuß, gibt es Neues, andere Lichterketten für die Bäume beispielsweise. Wie schon im vergangenen Jahr werden einige Flächen wieder mit Bäumen und Rindenmulch in kleine Winterwälder verwandelt, die Wege bleiben aber frei.

Öffnungszeiten und Programm

Der Göttinger Weihnachtsmarkt vor dem Alten Rathaus und rund um die Johanniskirche hat vom 27. November bis 29. Dezember montags bis sonnabends von 10 bis 20.30 Uhr und sonntags von 11 bis 20.30 Uhr geöffnet. Am 24., 25. und 26. Dezember bleibt der Markt geschlossen. Auf der Bühne und auf dem Gelände gibt es täglich ein Programm. Auftreten werden unter anderem die Folklore-Tanzgruppe des ASC, der Göttinger Gitarrist Peter Funk, die Bläserklassen der Geschwister-Scholl Gesamtschule und der IGS Geismar, das Postorchester und der Posaunenchor der Martin-Luther-Gemeinde. Das gesamte Programm ist unter goettinger-weihnachtsmarkt.de abrufbar.

Erstmals beginnt der Göttinger Weihnachtsmarkt in diesem Jahr an einem Montag (27. November) nicht an einem Mittwoch. Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) hat den frühen Starttermin genehmigt. Der Markt wäre sonst durch die kurze Adventszeit 2017 nur 28 Tage geöffnet, jetzt sind es bis zum 29. Dezember (am 24., 25. und 26. Dezember ist der Markt geschlossen) 30 Tage. Von der Ausnahme profitieren nicht nur die Besucher und Standbetreiber, die Stadt Göttingen wird an den zwei zusätzlichen Markttagen etwa 5600 Euro Standgebühren einnehmen.

Um 16 Uhr am Montag wird der Oberbürgermeister den Markt eröffnen zusammen mit dem größten Nikolaus mit Marionette, den Pico Bellos, dem Kinderchor der Albanischule, und dem großen und kleinen Gänseliesel. Um 18 Uhr treten dann auf der Weihnachtsmarktbühne die Trommler der KGS Moringen auf. Mit derzeit 18 Trommlern in der Altersgruppe zwischen 11 und 21 Jahren präsentieren sie überwiegend westafrikanische Lieder und Trommel-Grooves.

Von Christiane Böhm

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