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Göttingen Mit eisgekühlter Wärmflasche ins Bett
Die Region Göttingen Mit eisgekühlter Wärmflasche ins Bett
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18:08 03.08.2018
Bei Hitze fällt das Schlafen vielen Menschen schwer. Es gibt aber ein paar Tricks, mit denen es leichter wird. Quelle: dpa
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Göttingen

Der Körper brauche generell gute Rahmenbedingungen für einen erholsamen Schlaf, sagt Dr. Claus-Heinrich Quast, leitender Oberarzt des Schlaflabors am Evangelischen Krankenhaus Lenglern. Stress, Hektik und Helligkeit mache vielen beim Schlaf sowieso schon zu schaffen. „Jetzt kommt die Hitze noch obendrauf.“

Im Schnitt schlafen die Deutschen dieses Jahr etwa zehn Minuten weniger als noch im verregneten Sommer 2017, so das Ergebnis einer Studie des Digital-Health-Unternehmen Withings.

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Mit der Hitze vernünftig umgehen

Quast empfiehlt sich schon am Tag entsprechend vorzubereiten, die Situation anzunehmen und mit der „Hitze vernünftig“ umzugehen. Dazu gehöre es, ausreichend Wasser und Saftschorlen zu trinken und zwar gut verteilt über den Tag. Übermäßiger Alkoholkonsum und schwere Mahlzeiten belasten den Körper zusätzlich und sollten vermieden werden. Wenn es geht, sollten sich die Menschen in diesen heißen Tagen zurücknehmen, sich nicht so sehr anstrengen und immer mal eine Ruhepause einlegen.

Abends kein Sport mehr

Zwischen Alltag und Schlafen müsse generell ein Puffer liegen, sagt Quast. Etwa zwei Stunden brauche der Körper, „um runter zu kommen“. In dieser Zeit sollen generell keine anstrengenden Tätigkeiten mehr liegen. Und vor allem bei der Hitze solle man spät am Abend keinen Sport mehr treiben.

Tageblatt-Leserin Helena Brill hat über Facebook ihren besten Hitzetipp preisgegeben: „Wärmflasche tagsüber in den Gefrierschrank legen und abends einen Bezug drüber ziehen und mit ins Bett nehmen. Kühlt runter, ohne dass man Verkühlungen bekommt!“

Blaue Kühlkompressen mit ins Bett nehmen

Das Schlafzimmer sollte vor dem Zubettgehen auf jeden Fall gut gelüftet werden, auch wenn die Temperaturen noch nicht sehr zurückgegangen sind, empfiehlt Quast. Eine leichte Decke und lockere Kleidung seien angemessen.

Gerhard Ulferts stellt sich den Ventilator ans Bett, so sein Post. Und er nimmt sich mehrere, dieser „blauen Kühlkompressen, Handtuch drum“ mit ins Bett. „Kühlt mehrere Stunden. Für abgehärtete, eines aufs Kopfkissen legen und drauf schlafen.“

Nasses Tuch vors Fenster

Vom Ventilator ist Schlafexperte Quast nicht ganz überzeugt. „Ein Ventilator im Schlafzimmer bewegt ja eigentlich nur die warme Luft“, sagt Quast. Er verschaffe aber Kühlung durch den leichten Windzug auf der Haut. Es sei eher die Frage, ob man sich damit wohlfühle. Das tut Matthias Tangert, der via Facebook einen Deckenventilator anpreist.

Leserin Anna Emil empfiehlt „Vorm schlafen gehen lauwarm duschen und nur grob abtrocknen. Das verdunstende Wasser kühlt die Haut. Ansonsten ein nasses Tuch vor das geöffnete Fenster hängen.“

Von Christiane Böhm

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