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Göttingen Schluss mit „Steinschlag“
Die Region Göttingen Schluss mit „Steinschlag“
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18:37 09.09.2009
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Verkehrsschilder sollen nur dort stehen, wo sie notwendig sind. In Zukunft sollen die Gefahrenzeichen, die vor Eisglätte, Flugbetrieb, Ufern, beweglichen Brücken und Steinschlag warnen, nicht mehr das Straßenbild zieren. Auch das dreieckige Schild mit dem Zaun in der Mitte für beschrankte Bahnübergänge und das Schild für Tiere und Viehtrieb sollen entfallen. Doch neue Schilder sollen kommen: Für Inline-Skater gibt es ein neues Zusatzzeichen. Wo dies angebracht ist, dürfen sie fahren, auch auf Radwegen oder am Fahrbahnrand. Besonders interessant ist für Radfahrer und Fußgänger die Einführung eines Schildes zur „durchlässigen Sackgasse“, welches nur für Verkehr eine Sackgasse darstellt, sie für Radfahrer und Fußgänger aber aufhebt.

Tempo 30 für Autos

Besonders Radfahrer von den Neuregelungen: Auf Fahrradstraßen dürfen Autofahrer nicht schneller als mit einer Geschwindigkeit von Tempo 30 fahren. Radfahrer dürfen weder gefährdet noch behindert werden. Wenn nötig, müssen Autofahrer die Geschwindigkeit weiter verringern. Erleichtert wird auch die Öffnung von Einbahnstraßen in zwei Richtungen für Radfahrer: Nicht die Mindestbreite der Straße ist nun entscheidend, sondern die Begegnungsbreite muss ausreichen. Dies ist in Göttingen bereits in einigen Straßen möglich. Für Radfahrer gilt seit Beginn dieses Monats auch, dass sie sich nach den Ampeln des Fahrverkehrs richten müssen, falls keine Radfahrerampeln vorhanden sind. Bisher konnten sie sich nach den Ampeln der Fußgänger richten. Linksseitige Radwege in Gegenrichtung seien gefährlich: Deren Benutzung soll innerhalb von Ortschaften nicht mehr angeordnet werden.
Was wird sich nun in Göttingen verändern? „Einen aktuellen Handlungsbedarf gibt es aus Sicht der Straßenverkehrsbehörde für Göttingen zur Zeit nicht“, sagt Detlef Johannson, Pressesprecher der Stadt. Das Thema werde aber sofort aufgerufen, wenn „die konkreten Ausführungsregelungen vorliegen.“
Einsicht in die neue StVO ist unter www.bundesrat.de möglich. Über „Parlamentsmaterialien“ und „Beratungsvorgänge/Drucksachen“ kommt man auf die Datei 153/09.

Von rd