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Göttingen Schmetterlinge: Filigrane, flatternde Schönheiten in Göttingen und Region
Die Region Göttingen Schmetterlinge: Filigrane, flatternde Schönheiten in Göttingen und Region
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13:24 08.11.2013
Von Britta Eichner-Ramm
Liebt Brennnesseln und Disteln: Distelfalter im Gegenlicht. Quelle: Tofahrn
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Göttingen

Hierzulande gibt es zwischen 150 und 200 verschiedene Tagfalter und weit über 1000 Nachtfalter. In heimischen Gärten können die ersten Tagfalter bereits im milden Frühjahr zu sehen sein.

Dabei handle es sich dann meist um Schmetterlinge, die als erwachsene Tiere (Imagines) zum Beispiel auf Dachböden überwintern, erläutert Doktorandin Martha Paczkowska von der forstlichen Fakultät der Uni Göttingen. Das Tagpfauenauge oder der Zitronenfalter sind etwa solche Vertreter.

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Andere Arten würden im Puppen- oder Raupenstadium gut getarnt in Astgabeln überwintern, ergänzt der selbstständige Biologe Hans Günter Joger. Bei Faltern, die im August oder September fliegen, handle es sich bereits um die zweite Generation.

Distelfalter besonders häfig

Der Distelfalter, laut Joger in diesem Jahr besonders häufig anzutreffen, zähle zu den sogenannten Wanderfaltern, die dank ihres eingebauten „Sonnenkompass“ jedes Jahr wieder aus dem Winterquartier im Mittelmeer zu uns kämen, erklärt Joger. Die diesjährige „Einwanderungswelle“ sei bereits Mitte Mai gestartet.

Distelfalter lieben ebenso wie der Admiral, der Kleine Fuchs oder das Tagpfauenauge Brennnesseln oder Disteln. „Will man sie in seinem Garten sehen,“ rät Paczkowska, „sollte man nicht alles aufräumen sondern ruhig auch einmal eine Ecke stehen lassen“. Und auch Joger hat einen Tipp, wie sich etwa Schwalbenschwänze wohlfühlen:

Schöne bunte Raupen

Sie mögen Doldenblütler, erklärt er und empfiehlt den Anbau von Dill, Möhren oder Fenchel. „Dann kann man seine schönen bunten Raupen im Juni sehen.“

Viele Schmetterlinge lieben übrigens Blütennektar, beispielsweise vom Sommerflieder, wie er in Tofahrns Garten blüht. Andere stecken ihre Saugrüssel gerne in faulendes Obst – „matschig, süß und leicht alkoholhaltig“, so Joger. Wer in seinem Garten etwa auch mal Fallobst liegen lasse oder einen Komposthaufen habe, bekomme etwa den Admiral zu sehen.

Das Kerstlingeröder Feld bei Göttingen, sagt Paczkowska, sei übrigens ein sehr großes Falterhabitat. Auf den Blumenwiesen und Magerrasen gebe es mehr als 400 Arten.

Viele Infos über Schmetterlinge finden sich im Internet unter www.welt-der-schmetterlinge.de.