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Göttingen Schnelle Hilfe im Wald durch Notfallschilder
Die Region Göttingen Schnelle Hilfe im Wald durch Notfallschilder
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20:00 14.12.2012
Ist das Notfall-Treffpunktschild auch gut angebracht: Der Auszubildende Joachim Otto kontrolliert die Standfestigkeit.
Ist das Notfall-Treffpunktschild auch gut angebracht: Der Auszubildende Joachim Otto kontrolliert die Standfestigkeit. Quelle: Pförtner
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Göttingen/Northeim

Verletzt sich einer der Waldarbeiter, können er oder seine Kollegen die Bezeichnung dieses Schilds mit Buchstaben und Zahlen per Notrufnummer 112 weitergeben. Für Notarzt und Rettungsfahrzeug wurde der Ort registriert. So können sie schnell zum Verletzten gelangen. Waldarbeiter in einem Forstamt müssen bei der Arbeit immer zu dritt sein, damit ein Kollege beim Verletzten bleiben kann. Der Dritte lotst Arzt und Sanitäter. 

Das Schild am Plesse-Parkplatz ist nur einer von mehr als 2000 Markern, die die Niedersächsischen Landesforsten in den Wäldern zwischen Aurich und Hann. Münden platzieren. Überall seien markante Plätze ausgewählt worden, erklärt Michael Rudolph von den Landesforsten. Geeignet seien Waldparkplätze, wie in diesem Fall der Parkplatz an der Plesse.

Gewählt würden auch Gabelungen und markante Punkte an Bundesstraßen. Die ersten Schilder seien schon vor drei bis vier Jahren im Harz aufgestellt worden. Jetzt stellen die Forstämter Reinhausen und Münden ihre Schilder im Landkreis Göttingen, Northeim und Osterode auf. Die zuständigen Rettungsleitstellen werden mit Karten mit den Treffpunkten in ihrem Bereich versorgt.

Schon zweimal haben die jetzt neu aufgestellten Schilder geholfen, erzählt Forstwirtschaftsmeister und Ausbilder Ralf Fraatz von der Försterei Reyershausen. Zwischen Reyershausen und Billingshausen hatte sich vor 14 Tagen eine Auszubildende bei der Arbeit am Bein verletzt. Dank des Notfall-Treffpunkts in der Nähe wussten die Rettungskräfte schnell, wo ihre Hilfe gefragt war. Auch im Raum Ebergötzen konnte ein frisch aufgestellter Treffpunkt schon helfen, den Rettungswagen zu dem Verletzten zu bringen.

Bis zum Jahresende sollen in allen 24 Forstämtern der Niedersächsischen Landesforsten die Treffpunktschilder im einheitlichen Design aufgestellt sein. Auch für Genossenschaftsforsten, das sind Realgemeinde-Wälder, werden nach Absprache Notfall-Schilder aufgestellt. Davon profitieren können nicht nur die Waldarbeiter, sondern auch die, die ihre Freizeit gern im Wald verbringen.

So sollten sich Menschen, die privat Holz machen, Jogger, Mointain-Biker und Reiter die Bezeichnung der Notfall-Treffpunkte in der Nähe gut merken, um sie im Notfall angeben zu können, empfiehlt Rudolph.

Von Ute Lawrenz