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Göttingen Schüler testen Wissenschaft im Göttinger XLAB
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15:43 17.10.2018
Teilnehmer am Systembiologie-Camp lernen unter Anleitung der XLAB-Mitarbeiterin (rechts) innerhalb weniger Tage eine Vielfalt mikro- und molekularbiologischer Methoden.
Teilnehmer am Systembiologie-Camp lernen unter Anleitung der XLAB-Mitarbeiterin (rechts) innerhalb weniger Tage eine Vielfalt mikro- und molekularbiologischer Methoden. Quelle: r
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Göttingen

Im Molekularbiologie-Labor des XLAB nahmen zwölf Schüler Proben aus Kulturen mit Mikroorganismen und führten Messungen aus. Ihr Ziel war, den zeitlichen Verlauf von Zellwachstum, Nährstoffverbrauch und Entstehung von Stoffwechselprodukten zu verfolgen. „Das erfordert Schnelligkeit, Arbeitsteilung und Disziplin“, erläutert Almut Popp, administrative Geschäftsführerin des Göttinger Experimentallabors für junge Leute, kurz XLAB.

Wissenschaftsnahe Camps

Die 16- bis 18-jährigen Schüler arbeiteten in den Camps zur Neurobiologie, zur Systembiologie und zur Physik realer Systeme im Labor, an komplexen Messstationen und am Computer. Auffallend sei, dass keines der wissenschaftsnahen Camps sich einem einzigen Schulfach zuordnen lasse, berichtet Popp. Die Neurobiologie wende Methoden der Physik an, die Systembiologie basiere auf mathematischen Modellen und Computersimulationen und bei der Physik arbeiten von vornherein ein Mathematiker und ein Physiker als Dozenten zusammen.

Gefördertes Projekt

„Ausgehend von den Schulkenntnissen haben wir erklärt, wie numerische Methoden funktionieren. Die Freude, wenn es bei motivierten Lernenden ’Klick’ macht, wiegt alle Mühe auf“, so Co-Dozent Junior-Professor Christoph Lehrenfeld. Es sei eine tolle Gelegenheit, sagte Saskia, die am Neurobiologie- und am Physik-Camp teilnahm, „Zugang zu den Geräten zu haben und mit einer ’superprofessionellteuren’ Software zu arbeiten, von deren Möglichkeiten wir nur die Oberfläche angekratzt haben. Die gibt es natürlich in keiner Schule.“ Dank der Förderung für das Projekt entscheide allein die Leidenschaft der Schüler über die Teilnahme und nicht der Geldbeutel, betont Popp.

Von Rüdiger Franke