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Göttingen Schüler werden Opfer des Kombidämpfers
Die Region Göttingen Schüler werden Opfer des Kombidämpfers
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15:31 12.03.2012
Jeder Handgriff muss sitzen: In wenigen Minuten bereiten die Nachwuchsköche Teller für 80 Personen vor.
Jeder Handgriff muss sitzen: In wenigen Minuten bereiten die Nachwuchsköche Teller für 80 Personen vor. Quelle: Theodoro da Silva
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Göttingen

Der Kombidämpfer spielt verrückt. „Nun sind die Schüler Opfer ihres Gerätes geworden. Aber auch das schult“, sagt Küchenchef Theo Kaib. Hektisch laufen seine Schüler hin und her. Was machen, wenn das Küchengerät nicht den benötigten Wasserdampf ausstößt, und die Nudeln härter werden als geplant? Kaib: „Ist doch ganz einfach. Macht aus euren Nudeln angebratene Nudeln.“ Der Chef sagt es, die Schüler setzen es um. Schnell erklärt Nachwuchskoch Maik Sommerfeld dem Servicepersonal, was passiert ist, und die angehenden Hotelfachleute verpacken das Malheur elegant.

Gemeinsam mit dem Abschlussjahrgang der Hotelfachleute bringen die Nachwuchsköche heute „Die Eleganz des Meeres“ auf den Tisch. 80 Gäste sitzen nebenan im Schulrestaurant und warten auf das Fünf-Gänge-Menü, das sie im Rahmen des Fischprojektes der Schüler erwartet. „Eigentlich sind es sogar sechs Gänge“, erklärt Dario Ciniglio, der zusammen mit seiner Gruppe für das Amuse Gueule, auch bekannt unter Gruß aus der Küche, zuständig ist. Als appetitanregende, kleine Vorspeise gibt es Tintenfischtuben mit Nudeln. Kleine Korrektur: mit angebratenen Nudeln. „Es ist ärgerlich“, meint die Gruppe. Doch die positive Rückmeldung aus dem Restaurant lässt den Ärger allmählich wieder verfliegen.

Gruß aus der Küche

Zeit, um sich aufzuregen, bleibt sowieso nicht. Denn die Gruppe ist noch nicht fertig, nachdem 80 Teller die Küche verlassen haben. Nun gilt es bei den anderen als „Springer“ auszuhelfen. Angerichtetet werden: gedünsteter Saibling, Cappuccino vom Hummer, Sous-Vide Lachs, gebratener Wolfsbarsch und ein Nachtisch, der weißes Schokoladenmousse und Blaubeerzabaione vereint.

Aus welcher Küche die Speisen den Weg ins Restaurant finden, in welchen Abständen die einzelnen Gänge serviert und welche Tellergrößen genutzt werden, wurde im Vorfeld mit den Hotelfachleuten abgesprochen. Eine gute Absprache, es läuft.

Die Zubereitung eines Sechs-Gänge-Menüs ist für viele das erste Mal. „Es geht darum, die Schüler in den richtigen Rhythmus zu bringen, damit sie auch in ihrem späteren Berufsleben ein vernünftiges Bankett hinbekommen“, sagt ein sichtlich zufriedener Kaib.

Von Kristin Kunze

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