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Göttingen Ratsgruppe will aktuelle Datenerfassung
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20:00 22.01.2019
Abhängen statt Schulunterricht. Aufschluss über hartnäckige Schulschwänzer wünschen Göttinger Schulpolitiker. Quelle: dpa
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Göttingen

Wie viele Kinder in der Stadt Göttingen schwänzen die Schule? Wie bekommt man verlässliche Zahlen? Und wie kann man gegensteuern? Mit dem sogenannten Schulabsentismus in Göttingen hat sich am Dienstag der Schulausschuss befasst, ausgelöst durch einen Ratsantrag der Gruppe Piraten/die Partei. Die bittet die Verwaltung, für das Schuljahr 2017/2018 Daten zu unentschuldigten Fehlzeiten an Göttinger Schulen zu erfassen.

Hohe Fehlzeiten

Eine Bestandserfassung hatte es bereits einmal für das Schuljahr 2011/2012 gegeben. Die Fehlzeiten seien damals achtmal so hoch gewesen wie zuvor geschätzt, heißt es in der Antragsbegründung. Über die Wirksamkeit von Anlaufstellen und präventiven Projekten gebe es keinen Aufschluss, laut Berichten von Lehrkräften sei das Thema nach wie vor ein großes Problem. Es gehe um die Aktualisierung der Zahlen, um zu sehen, ob Gegenmaßnahmen greifen oder Abläufe optimiert werden können, sagte Helena Arndt.

Schwer zu ermittelnde Zahlen

Als ein Kernproblem betrachten das Thema auch Ausschussvorsitzende Frauke Bury (SPD) und Schuldezernent Siegfried Lieske, für den es die letzte Sitzung vor dem Ruhestand war. Die Datenerfassung sei problematisch und aufwändig, gab Lieske zu bedenken, versicherte aber, dass sich sein Fachbereich um den Antrag kümmern werde. 2012 seien 17 Schulen angeschrieben worden, es hätten aber nur neun Erfassungen ausgewertet werden können. Die Beschäftigungsförderung der Stadt habe sich bemüht, auf die begrenzten Erkenntnisse zu reagieren. Über nackte Zahlen hinaus sei Schulabsentismus auch eine Definitionsfrage, Verwertbarkeit und Vergleichbarkeit problematisch. Es gebe auch unechte Entschuldigungen und geistige Abwesenheit, betroffene Personengruppen seien schwer zu erreichen. Bury wünscht politische und pädagogische Antworten auf das Problem, Susanne Stobbe (Grüne) eine kommunikative Begleitung und Ermutigung der Schulen, sich Material zu beschaffen.

Von Kuno Mahnkopf

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