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Göttingen Schule am Tannenberg feiert Dreifach-Geburtstag
Die Region Göttingen Schule am Tannenberg feiert Dreifach-Geburtstag
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19:32 20.06.2018
Schule am Tannenberg. Quelle: Niklas Richter
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Göttingen/Weende

Es ist eine ungewöhnliche Kooperation – und jetzt feiern die Partner gleich dreifach Geburtstag: Vor 40 Jahren ist die heutige Schule am Tannenberg aus dem Christophorushaus entstanden und seitdem eng mit der Einrichtung verzahnt. Seit 30 Jahren befindet sich die Schule am namensgebenden Standort in Weende. Und seit zehn Jahre betreibt sie eine Außenstelle im Fliederweg.

Als 1978 die Schulpflicht auch für Kinder mit Behinderungen eingeführt wurde, seien sich die Pädagogen im Göttinger Christophorushaus sofort einig gewesen, dass Betreuung und Schule kooperieren sollten, beschreibt die Bereichsleitung der Tagesstätte in der Schule am Tannenberg, Sabine Lo-Becker, die Anfänge. Fazit: Die „neuen“ Schulkinder wurden sowohl während des Unterrichts als auch weiteres Tagesverlauf in der Tagesstätte im Christophorushaus betreut.

Enge Kooperation

In dem Modell zwischen Tagesstätte und Schule arbeiten alle Mitarbeiter eng zusammen – Lehrer und Sozialpädagogen. Die bis dahin übliche Trennung zwischen Sozialpädagogik und Schulpädagogik sollte aufgehoben werden. Auch räumlich waren und sind beide Einrichtungen – Schule und Tagesstätte – verbunden.

Rohbaustelle für die spätere „Schule am Tannenberg“. Quelle: r

40 Schüler seien damals in fünf Gruppen betreut worden, heißt es in einer Chronik der Einrichtungen. Und schnell sei es dafür zu eng geworden im Christophorushaus. Folge: Die älteren Schüler wurden ab 1980 in der damaligen Pestalozzischule am Ritterplan beschult und betreut. Acht Jahre später konnten dann alle Schüler einen Neubau mit Platz für zwölf Klassen im Norden Weendes beziehen. 2002 erhielt die „Schule am Tannenberg“ ihren heutigen Namen – in Anlehnung an ihren Standort.

Aber auch dieser reichte für das besondere Kooperationsmodell nicht aus, vor allem die Therapeuten brauchten mehr Platz. Den bekamen sie 1998 in einem angebauten Therapietrakt – nach großem finanziellen Einsatz des Fördervereins, so Lo-Becker.

Eröffnungsfeier für das neue Schulgebäude. Quelle: r

Die Schule am Tannenberg betreut vor allem Kinder mit geistigen Behinderungen. Parallel hat sich eine separate Schule mit dem Schwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung in Göttingen etabliert: die Heinrich-Böll-Schule in Geismar.

Frühe Integration

Das Thema Integration und Inklusion sei schon lange Teil des Schullebens am Tannenberg, heißt es weiter in der Chronik: 1995 begann eine Kooperation mit der Hainbundschule – die benachbarte Grundschule. Zunächst gingen Schüler der Jahrgänge Eins bis Vier der Christophorusschule dort nur vormittags zum Unterricht, anschließend wieder in die Tannenberg-Schule. Es gab gemeinsame Pausen und Projekte mit den Grundschülern.

Seit 2005 sind alle Schüler der Klassen Eins bis Vier der Schule am Tannenberg den ganzen Tag in der Hainbundschule untergebracht. Dabei hat jede Klasse eine Kooperations-Grundschulklasse für gemeinsame Unterrichtseinheiten und gemeinsame Projekte. Das habe auch die Raumsituation an der Tannenberg-Schule wieder entspannt, so Lo-Becker. Denn die Schülerzahl sei von anfangs 80 auf damals 139 Schüler gestiegen – heute sind es 160 Schüler.

Außenstelle als Alltagslernort

Eine weitere für die Kooperation wesentliche Entwicklung gab es vor zehn Jahren: 2007 richtete die Schule im Fliederweg auf dem Hagenberg eine Außenklasse ein. Dort werden in zwei Wohnungen eines Wohnblocks die Zwölftklässler unterrichtet und betreut. Sie verbringen den Alltag miteinander, kaufen ein und kochen. Getrennt vom klassischen Schulbetrieb sollen sie für sich auch ergründen wie sei später leben, wohnen und arbeiten wollen.

Den Dreifach-Geburtstag feiern Schule, Christophorushaus und Außenstelle am Freitag, 22. Juni, in der Schule im Arbecksweg 5. Am Vormittag gibt es einen offiziellen Empfang. Um 14 Uhr beginnt ein öffentliches Fest mit Spielen und Tombola.

Von Ulrich Schubert

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