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Göttingen Prächtige Villen: Ostviertel soll flächendeckend geschützt werden
Die Region Göttingen Prächtige Villen: Ostviertel soll flächendeckend geschützt werden
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00:22 07.02.2019
Für diesen Bereich soll eine Erhaltungssatzung erlassen werden. Quelle: 2019 Goolge Kartendaten GeoBasis-DE/BKG/ar
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Göttingen

Die Grenzen des von dem Satzungsentwurf betroffenen Gebiets in direkter Nähe zur Göttinger Innenstadt verlaufen entlang der westlichen Grundstücksgrenzen der Gebäude im Friedländerweg und entlang der Bühlstraße nach Norden bis zur Straßenecke Bühlstraße/Wilhelm-Weber-Straße. Im Norden verläuft die Grenze entlang der Wilhelm-Weber-Straße. Die östliche Grenze des Geltungsbereichs umfasst jeweils die erste Reihe der Bebauung mit Grundstücken entlang des Düsteren-Eichen-Wegs und der Dahlmannstraße und Merkelstraße bis zu den Schillerwiesen und dem Thorner Park. Die Grünanlagen sind allerdings nicht Teil der Erhaltungssatzung. Nach Süden wird der Geltungsbereich südlich entlang der südlichsten Grundstücksgrenzen der Bebauung entlang des Hainholzweges begrenzt.

Prächtige Villen

In dem Bereich befinden sich die prächtigsten Bürgervillen Göttingens aus der Gründerzeit des ausgehenden 19. Jahrhunderts bis 1914. Nordöstlich grenzen die Gebiete des Ostviertels an, die in der Nachkriegszeit entstanden sind.

Das Plangebiet ist geprägt durch eine vorwiegend historische Bebauung mit teilweise sehr großen grünen Innenbereichen. Die häufig zwei- bis dreigeschossigen Villen und Mietwohnhäuser, eingebunden in ihre großzügigen Gärten, sind die charakteristischen Gebäudetypen des Ostviertels.

Als Baumaterialien wurden neben gelbem und rotem Klinker auch Fachwerk, Werkstein und verputzter Backstein genutzt. Prägende Dachformen sind Mansarden-, Sattel- und Zeltdächer. Auffällig sind zudem die häufig stark gegliederten und verzierten Fassaden.

In den vergangenen Jahrzehnten gab es immer wieder Auseinandersetzungen zwischen Immobilieneigentümern und der Stadtverwaltung über geplante Veränderungen an der historischen Bausubstanz von Gebäuden. Weil nicht alle Bauten und alle Bereiche vom Denkmalschutz – als einzelne Baudenkmale oder als Teile eines Denkmalschutzensembles - erfasst sind, zog die Stadt hier und da den Kürzeren.

Nicht erfasst vom Denkmalschutz sind beispielsweise ein Großteil der Gebäude in der Baurat-Gerber-Straße, im Friedländer Weg oder in der Straße Am Goldgraben. „Der Geltungsbereich“, erklärt die Verwaltung in ihrem Satzungsentwurf, „liegt zudem vollständig in dem durch die „Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland – Baudenkmale in Niedersachsen“ als denkmalpflegerischer Interessenbereich gekennzeichnetem Gebiet.“

Daher solle das Gebiet nun durch eine Erhaltungssatzung entsprechend Paragraf 172 Abs. 1 Nr. 1 des Baugesetzbuches geschützt werden, „um die besondere Stadtgestalt, die erhaltenswerte Architektur und das schützenswerte Ortsbild, trotz der hohen Grundstückspreise und dem hohen Nachverdichtungsdruck zu sichern und zu verhindern, dass immer wieder wertvolle städtebauliche Strukturen zugunsten wirtschaftlicher Vorteile in Frage gestellt werden“. Mit einer solchen Satzung könne ein Genehmigungsvorbehalt „zur Steuerung von Rückbau, Änderung, Nutzungsänderung sowie Errichtung baulicher Anlagen“ eingeführt werden. Bestehende Bebauungspläne verlören nicht ihre Gültigkeit, sondern würden durch die Satzung ergänzt.

Derzeit verfügt die Stadt über keine gültige Erhaltungssatzung im Stadtgebiet, erklärt die Verwaltung weiter. Zwar wurden für das Ostviertel bereits zu Beginn der 1990er Jahre zwei Erhaltungssatzungen in Verbindung mit Bebauungsplänen aufgestellt, die jedoch aufgrund ihrer Ausgestaltung rechtlich keinen Bestand hatten.

Diskutiert wird die geplante Erhaltungssatzung in der Sitzung des Bauausschuss am Donnerstag, 7. Februar, in Raum 118 des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1-4. Beginn ist um 16 Uhr.

Von Matthias Heinzel

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