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Göttingen Gründerzeitgebäude im Ostviertel sollen erhalten bleiben
Die Region Göttingen Gründerzeitgebäude im Ostviertel sollen erhalten bleiben
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00:21 15.02.2019
Um diesen Bereich geht es.
Göttingen

Mit dem Beschluss einher ergeht der Auftrag an die Stadt, das für diesen Bebauungsplan erforderliche Verfahren, also die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden, einzuleiten. Mit dem Bebauungsplan verfolgt die Stadt das Ziel, die städtebauliche Struktur des Ostviertels zu sichern. Für große Teile des Ostviertels gibt es bereits Bebauungspläne, die durch restriktive Festsetzungen und Vorgaben zur Gestaltung die vorhandene städtebauliche Struktur sichern sollen.

Der Geltungsbereich des aufzustellenden Bebauungsplans ist einer der wenigen Bereiche des schützenswerten Ostviertels, der noch nicht durch einen Bebauungsplan erfasst sind. „Mit Blick auf die Niedrigzinssituation und der nach wie vor hohen Nachfrage nach Wohnraum und Baugrundstücken“, erklärt Verwaltungssprecher Dominik Kimyon, „gibt es eine deutliche Tendenz, in hochpreisigen Wohngebieten stadtbildprägende, schützenswerte Bausubstanz zu beseitigen und durch Neubebauung höhere Renditen zu erzielen. Vielfach handelt es sich um quartiersbildende Gründerzeitgebäude und -villen.“

Derzeit Abrisse genehmigungsfrei

Derzeit sind Abrisse allerdings genehmigungsfrei, sofern kein Denkmalschutz besteht. Die geplante Satzung dient deshalb der Erhaltung stadtbildprägender Quartiere. Das habe den Vorteil, erklärt Kimyon, „dass mit der Erhaltungssatzung der Abriss von Gebäuden unter Genehmigungsvorbehalt gestellt werden kann“. Außerdem solle damit das Gebiet als allgemeines Wohngebiet festgesetzt werden.

Der Bebauungsplan enthält weitere Maßgaben, insbesondere sollen die Höhe von baulichen Anlagen oder die Geschosse, die Lage und Größe der möglichen überbaubaren Flächen, die Gestaltung von Dächern und Fassaden, die Erhaltung privaten Grüns, die Anlage von Zufahrten, Stellplätzen, Carports oder (Tief-) Garagen festgelegt werden. Der Geltungsbereich umfasst auf etwa 1,35 Hektar Fläche die Bebauung zwischen der Herzberger Landstraße und dem Hainholzweg, westlich des Friedländer Wegs.

Von Matthias Heinzel

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