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Göttingen Schutz vor Durchfall, Fieber und Juckreiz
Die Region Göttingen Schutz vor Durchfall, Fieber und Juckreiz
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20:05 18.07.2011
Von Matthias Heinzel
Apotheker wissen Rat: Medikamente, Pflaster und Sonnenschutz gehören in die Reiseapotheke.
Apotheker wissen Rat: Medikamente, Pflaster und Sonnenschutz gehören in die Reiseapotheke. Quelle: BB
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Göttingen

Grundsätzlich sollten die Medikamente stets auf das Reiseland abgestimmt werden, erklärt die Apothekerkammer Niedersachsen. Was viele Urlauber zudem nicht wissen: Für die Mitnahme von manchen Medikamenten müssen Genehmigungen eingeholt werden.

Allgemein sind für eine Reiseapotheke die Präparate zu empfehlen, die sich zuhause bewährt haben. Schmerz- und Fiebermittel sowie ein Desinfektionsmittel dürfen auf keinen Fall in der Reiseapotheke fehlen. Wer regelmäßig Medikamente einnehmen muss, sollte spätestens eine Woche vor Abreise überprüfen, ob diese in ausreichender Anzahl vorhanden sind und gegebenenfalls beim Hausarzt nach einem Rezept fragen. Medikamente, die täglich benötigt werden, werden am besten im Handgepäck verstaut. Dabei sind allerdings die neuen Sicherheitsbestimmungen zu beachten.

Auch Wund- und Heftpflaster, Mullbinden, Sicherheitsnadeln, Splitterpinzette, Schere und Zeckenzange können gerade in einsamen Gegenden wertvolle Dienste leisten. Wer bei langen Autofahrten schnell unter Übelkeit leidet, sollte ein Mittel gegen die Reisekrankheit mitnehmen. Insektenschutzmittel und ein Juckreiz stillendes Gel gegen Insektenstiche bewahren den Urlauber vor schlaflosen Nächten.

Geht die Reise in die Tropen, ist der Insektenschutz ein Muss. Strandgänger, aber auch Bergsteiger sollten ausreichend Sonnenschutzmittel einpacken. Der Apotheker hilft je nach Reiseziel und Hauttyp bei der Auswahl des Schutzfaktors. Wer sich vor Pusteln oder Mallorca-Akne schützen will, wählt am besten eine Sonnenmilch mit einem hohen Lichtschutzfaktor, die „emulgatorfrei“ ist. Kommt es dennoch zum Sonnenbrand, hilft eine kühlende Salbe.

Liegt das Reiseziel in fernen Ländern, empfiehlt der Apotheker ein Durchfallmittel in Kombination mit einem Elektrolyt-Pulver, das gegen Austrocknung hilft und Salze ersetzt. Auf die Checkliste für eine gut durchdachte Reiseapotheke gehören auch Augen- und Nasentropfen, Fieberthermometer, Mittel gegen Erkältungskrankheiten, Mittel gegen Pilzinfektionen und Sportverletzungen, Empfängnisverhütungsmittel und eine Ersatzbrille. Wichtig ist auch, einen Impfpass und einen Notfall-Ausweis mit sich zu führen, in dem beispielsweise Allergien oder Unverträglichkeiten und chronische Organleiden festgehalten sind.

Einschränkungen und Vorschriften im Reiseland

In der Heimatapotheke erhält der Urlauber detaillierte Auskunft darüber, was in eine gute Reiseapotheke gehört und welche Bescheinigungen auf der Reise mitgeführt werden müssen. Und auch die notwendigen Genehmigungen für die Aus- und Einfuhr von Arzneimitteln sind je nach Reiseland ganz unterschiedlich. Das Beratungsgespräch in der Apotheke sollte am besten zwei Wochen vor der Abreise stattfinden. Dafür ist es ratsam, einen Zettel mitzubringen, auf dem alle Medikamente notiert sind, die in der Hausapotheke vorrätig sind. So müssen keine Arzneimittel doppelt bevorratet werden.

Diabetiker sollten rechtzeitig vor langen Flügen klären, ob sie ihre Insulinampullen und das Injektionsbesteck mit an Bord nehmen dürfen. Spätestens beim Check-in sollte darauf hingewiesen werden. Bei einigen Medikamenten müssen je nach Reiseland Einschränkungen beachtet werden.