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Göttingen Licht- und Klang-Installation im Wohnheim
Die Region Göttingen Licht- und Klang-Installation im Wohnheim
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00:20 31.01.2019
„SegensOrte“ als Licht- und Klanginstallationen von Roland Bauer, Peter-Paul König und Peter Kücking im khg-Studierendenwohnheim inszeniert: Die Hauptinstallation in der Kapelle des Mittelbaus mit Laserlicht. Quelle: Niklas Richter
Göttingen

Im Wohnheim der katholischen Hochschulgemeinde Göttingen haben die Künstler Roland Bauer, Peter-Paul König und Peter Kücking am Sonntag ihre Licht- und KlanginstallationSegensOrte“ präsentiert. Eine ähnliche Inszenierung war bereits Anfang November in der Basilika St.-Cyriakus in Duderstadt zu sehen. Anders als in Duderstadt waren im Wohnheim sechs, statt fünf Segensorte zu erleben. Die Segensorte waren von 20.15 Uhr bis 23 Uhr in der Kapelle und der Kneipe des Wohnheims, auf der Terrasse und in zwei Treppenhäusern von Wohngebäuden eingerichtet. Als Live-Musiker war der Saxofonist Jan Monazahian zu hören.

Ganz studentisch begann die Inszenierung im Hauptgebäude des Wohnheims mit einer Pizza-Lieferung für alle. Begrüßt wurden die Studenten und Besucher von Dechant Wigbert Schwarze und dem Mitorganisator der Inszenierung, Peter-Paul König. „Ich bin auf die Arbeit der Künstler erstmals in der Göttinger St.-Michael-Kirche 2015 aufmerksam geworden“, sagte Schwarze. Die Installation sei gut geeignet, um Besuchern Glaubensinhalte näher zu bringen, nicht nur durch Vorträge, sondern auch mit Licht und Musik, so Schwarze weiter. Nach der Inszenierung in der Duderstädter Basilika wurde ein Veranstaltungsort in Göttingen gesucht. „In der Universitätsstadt bot sich natürlich das Studentenwohnheim an, eben nah an der Basis“, so Schwarze weiter.

„Segensversprechen und Leidenserfahrung“

Die Hauptinstallation, die in Duderstadt im Kirchenschiff zu sehen war, wurde in der Kapelle des Wohnheims gezeigt. „Sie beginnt mit der Verheißung des gelobten Landes und entfaltet sich in der Spannung aus Segensversprechen und erlebter Leidens- und Grenzerfahrung“, so die Künstler über ihr Werk. Zu sehen waren beispielsweise Bibelzitate aus dem Buch Exodus und den Psalmen mit Motiven von Platon, Friedrich Schiller und Reinald Goetz. Außerdem war Bildmaterial verschiedener Orte und Landschaften zu sehen. Besonders fasziniert zeigten sich die Besucher von einer blauen Laser-Inszenierung, die sich wie eine Wolke im Raum ausbreitete.

„SegensOrte“ als Licht- und Klanginstallationen von Roland Bauer, Peter-Paul König und Peter Kücking im khg-Studierendenwohnheim inszeniert

Weitere Segensorte waren auf den obersten Plattformen der Treppenhäuser des Alfred-Delp-Hauses und des Edith-Stein-Hauses aufgebaut. Im Alfred-Delp-Haus konnten Besucher „Segensworte“ erleben. Diese wurden von den Studenten des Wohnheims und den Künstlern gesammelt. Im Hintergrund war rauschendes Meer zu hören. Im Treppenhaus des Edith-Stein-Hauses war ein Marienschrein mit einer Videoinstallation aufgebaut, dazu konnten Besucher das Lied „Ave Maria“ von Arvo Prät hören. Das „Segensgewand“ des Mönchehausmuseums aus Goslar, das auf der Terrasse aufgebaut war, konnte wegen andauernden Regens nur wenige Besucher anlocken. Dafür fanden sich viele Besucher im Segensort in der Heimkneipe ein.

Fünf Segensorte und einer für Begegnungen

Neu hinzugekommen ist ein sechster Segensort, nämlich für Begegnungen: Im Alfred-Delp-Haus hatten Besuchen zu bestimmten Uhrzeiten die Möglichkeit, mit Studenten über die Segensorte im Wohnheim ins Gespräch zu kommen. Außerdem war die Heimkneipe während der gesamten Dauer der Veranstaltung geöffnet. Hier und in der Kapelle fand sich der Großteil der Besucher ein, die übrigen Segensorte konnten die Besucher in Ruhe erleben.

„Wir machen das aus Leidenschaft“, hatte Peter-Paul König bei seiner Inszenierung in Duderstadt über sich und sein Team gesagt. Mit Licht und Klang würden sich viele Emotionen transportieren lassen – sowohl Zerrissenheit und Verzweiflung wie in „Exodus“ als auch Ruhe und Geborgenheit, wie sie es in den verschiedenen Segenorten geben würde.

Von Max Brasch

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