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Göttingen Seit 2009 sind 600 Sozialwohnungen in Göttingen weggebrochen
Die Region Göttingen Seit 2009 sind 600 Sozialwohnungen in Göttingen weggebrochen
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15:00 25.04.2019
In Grone gibt es kaum noch Sozialwohnungen, aber die Stadt fordert bei gravierenden Veränderungen durch Wohnungsbesitzer einen Anteil mit geringen Mieten. Quelle: Christina Hinzmann / GT
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Göttingen

In Göttingen gibt es zurzeit (nur) noch 2600 sogenannte Sozialwohnungen. Das sind etwa 600 weniger als vor zehn Jahren. Die weitaus meisten befinden sich in der Weststadt auf dem Holtenser Berg. Unklar ist, wie viele davon bald ebenfalls ihre Sozialbindung verlieren.

2009 gab es in Göttingen noch rund 3200 Sozialwohnungen, listet die Stadtverwaltung auf eine Tageblatt-Anfrage auf. Inzwischen sei der Bestand auf 2613 Wohnungen gesunken, heißt es weiter.

Sogenannte Sozialwohnungen sind mit öffentlichen Mitteln finanziell gefördert worden. Im Gegenzug verpflichten sich die Eigentümer, die Wohnungen zu einem sozial verträglich niedrigen Betrag an Geringverdiener zu vermieten.

Dabei laufen diese Bindungen nach Auskunft der Stadtverwaltung unterschiedlich aus. Teilweise gebe es noch Bindungen bis 2050 und länger. Bei manchen älteren Förderungen gebe es sehr schwankende Zeitschienen – abhängig von verschiedenen Faktoren. Neuere Förderungen seien mit einem festen und vorgeschriebenen Zeitpunkt belegt, an dem die Mietbindung endet.

Große Unwucht bei der Verteilung

Auffällig ist die ungleiche Verteilung der Sozialwohnungen im Stadtgebiet. Die weitaus meisten liegen mit 1605 in der Weststadt – und dort fast ausschließlich auf dem Holtenser Berg. In Grone (einschließlich Grone Süd) gibt es kaum noch Wohnungen mit Mietbindung.

Die weitere Verteilung: 457 Sozialwohnungen in Geismar, 254 in der Innenstadt. 240 Sozialwohnungen gibt es in der Südstadt – laut statistischem Informationsdienst Gösis vor allem auf dem Leineberg. Darüber hinaus listet die Pressestelle 53 Sozialwohnungen in Weende und vier in Holtensen auf.

Die Entwicklung auf dem sozialen Wohnungsmarkt ist ein wesentlicher Grund für die vorherrschende Wohnungsnot in der Studentenstadt. Und was unternimmt die Stadt, damit es neue geförderte Mietwohnungen gibt? „Wir bauen sprichwörtlich an allen Ecken und Enden“, sagt Verwaltungssprecher Dominik Kimyon.

Überall, wo zwölf und mehr Wohneinheiten entstehen, seien 30 Prozent sozialer Wohnungsbau vorgeschrieben. Das gelte für Häuser auf städtische Grundstücke und für Bauprojekte, für die das Baurecht geändert werden müssen. Dazu listet der Sprecher beispielhaft das Sanierungsprojekt der Adler Real Estate AG in Grone, neue Wohngebäude der Städtischen Wohnungsbau Gesellschaft im Ebertal, der Wohnungsgenossenschaft an der Godehardstraße und weitere Projekte am Nonnenstieg, Nikolausberger Weg, in Weende, im Gothaer Areal und am Junkerberg auf.

Neue Sozialwohnungen entstehen

Darüber hinaus gebe es aber auch 487 neue geförderte Sozialwohnungen, die jetzt oder bald gebaut werden: knapp 100 in der Oststadt, 21 in der Weststadt und 396 in Weende. Und schließlich gibt es noch städtische Förderprogramme zur Unterstützung kinderreicher Familien, einen Kinderbaulandbonus und Mietzuschüsse mit Klimaschutz-Vorgaben.

Weitere Informationen dazu gibt es online unter www.gturl.de/WohnFörderung.

Von Ulrich Schubert

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