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Göttingen Seit einem halben Jahr bietet die AWO Bovenden das „Komm“
Die Region Göttingen Seit einem halben Jahr bietet die AWO Bovenden das „Komm“
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17:18 24.06.2013
Das Angebot „Komm“ der Arbeiterwohlfahrt in Bovenden kommt an: Bastelrunde mit Ingeborg Kettler.
Das Angebot „Komm“ der Arbeiterwohlfahrt in Bovenden kommt an: Bastelrunde mit Ingeborg Kettler. Quelle: Hinzmann
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Bovenden

„Komm“ steht für „Korbhof – miteinander – mitgestalten“ und soll den Bovendern einen offenen Treffpunkt bieten.

Gemeinsames Basteln

An diesem Vormittag – geöffnet ist der Treffpunkt immer mittwochs – ist gemeinsames Basteln angesagt. Helga Fiedler (61) leitet die Teilnehmerinnen an. Zurzeit arbeitet sie mit Serviettentechnik. Seit 25 Jahren ist Fiedler Mitglied der Awo. „Ich habe das Vergnügen, dass Frau Fiedler mich mitnimmt“, erzählt Bastlerin Anna Fahrenholz. So sei sie regelmäßig dabei. Marion Bretthauer macht mit 76 Jahren selbst noch viele Angebote, den Gesprächskreis zum Beispiel, Gedächtnistraining und Gymnastik. Fast jedes Mal bastele sie mit. Jetzt klebt sie einem Katzenrohling ein Fell auf.

„Es gibt Tage, da ist es hier brechend voll“

„Es gibt Tage, da ist es hier brechend voll“, sagt Angelika Kistner von der Awo. Auch die Küche des Cafés gehört zum Treffpunkt. So kann ein tägliches Mittagessen angeboten werden. Geliefert wird es vom Restaurant Kolibri am Bovender Rathausplatz. Zwischen zehn und 30 Essen seien täglich gefragt, erzählt Ulrike Pröhl, die regelmäßig mithilft.

Mit Ruth Wilkens teile sie sich die Essensausgabe. Eine Woche im Voraus muss das Essen bestellt sein. Vor allem freitags gebe es besonders viele, die das Mahlzeiten-Angebot nutzen. Am Mittwoch wird selbst gekocht. Ulrike Pröhl leitet das Jahreszeiten-Kochen.

Viele Mitstreiter um sich versammelt

Die Idee zum offenen Treffpunkt „Komm“ hat die Vorsitzende der Awo Bovenden, Ingelore Kettler, mitgebracht. Sie hat viele Mitstreiter um sich versammelt. Nur gemeinsam könne die Arbeiterwohlfahrt das Programm mit Klönschnack, Bingo, Basteln und Stricken durchziehen. Jeden Tag läuft etwas in der Begegnungsstätte am Korbhof.

Und Kistner sieht den Zuspruch ganz praktisch: Alle, die kommen, seien potenzielle Helfer. „Ich bin erstaunt, was so alles auf die Beine gestellt wurde“, sagt eine der Besucherinnen. Nun müsse man noch mehr junge Leute einbeziehen, meint sie.

Regelmäßig im „Komm“

Reimar Kohrs (73) hatte die Veränderung am Korbhof bei einem Marktbesuch mit seiner Frau bemerkt. Seitdem ist er regelmäßig im „Komm“ und hofft, dass sich genügend Helfer finden. Heutzutage seien die Menschen kaum noch bereit oder in der Lage, sich langfristig einzubringen. Das „Komm“ am Korbhof ist als fester Treffpunkt gedacht und hat auch sonntags am Nachmittag (ab 15 Uhr) geöffnet. Und für den Nachmittags-Kaffee gibt es Frauen, die ehrenamtlich Kuchen backen.

Von Ute Lawrenz