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Göttingen Steigende Fallzahlen bei Straftaten zum Nachteil älterer Menschen
Die Region Göttingen Steigende Fallzahlen bei Straftaten zum Nachteil älterer Menschen
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17:07 31.05.2020
Uwe Lührig, Leiter der Polizeidirektion Göttingen. Quelle: Peter Heller
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Göttingen

Zu den Kernaufgaben der Kriminalitätsbekämpfung gehörte auch im vergangenen Jahr erneut die Bekämpfung der Straftaten zum Nachteil älterer Menschen. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Sicherheitsbericht der Polizeidirektion Göttingen hervor. Durch den wachsenden Anteil von Senioren in der Gesellschaft und einer zunehmenden Anzeigebereitschaft seien 2019 erneut steigende Fallzahlen registriert worden, teilt die Polizei mit.

Bei den Straftaten zum Nachteil älterer Menschen handelte es sich häufig um Betrugsdelikte, die von überregional agierenden Tätern begangen wurden und niedersachsenweit einen Schaden im Millionenbereich verursachten. Im Sicherheitsbericht werden Echtfälle des Kriminalitätsphänomens „Falsche Polizeibeamte“ beschrieben und die Maßnahmen der Polizei zur Vorbeugung vorgestellt.

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Bericht digital vorgestellt

Seit 2016 wird der Sicherheitsbericht der Polizeidirektion Göttingen jährlich herausgegeben. Wegen der Corona-Pandemie war es diesmal nicht möglich, den Bericht mit einer Konferenz zu präsentieren. Der Präsident der Polizeidirektion (PD) Göttingen, Uwe Lührig, veröffentlichte den in Zusammenarbeit mit den Polizeiinspektionen Göttingen, Hameln-Pyrmont/Holzminden, Hildesheim, Nienburg/Schaumburg und Northeim gefertigten Bericht deshalb digital: „Vor allem in Krisenzeiten ist es unser Anspruch, die Bewohnerinnen und Bewohner des gesamten Direktionsgebietes über die Arbeit der Polizei zu informieren und einen Rückblick auf sicherheitsrelevante Themen des letzten Jahres zu geben.“

Schwerpunkt Cyberkriminalität

Ein weiterer Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit ist die Bekämpfung von Cyberkriminalität. Auch hier seien die Fallzahlen angestiegen, heißt es im Bericht. So stieg die Anzahl der bekannten Fälle innerhalb der PD Göttingen um 7,43 Prozent auf 4481 Taten. Für Unternehmen entstanden dabei Schäden, die deutschlandweit in die Milliardenhöhe gingen.

Die Polizei hat laut dem Bericht auch ihre Maßnahmen im Bereich der „Hasskriminalität“ und der Sicherheit von Amts- und Mandatsträgern intensiviert. Gleiches gilt auch für den Bereich „Gewalt gegen Polizeibeamte und Rettungskräfte“, der im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um 18 Taten auf nun 411 Taten verzeichnet.

Verkehrssicherheit als Kernaufgabe

Die Verkehrssicherheit gehört nach wie vor zu den Kernaufgaben polizeilicher Arbeit. Die Zahl der Verkehrsunfälle stieg im Jahr 2019 um 3,3 Prozent auf 34462 an. Im Zuständigkeitsbereich der PD Göttingen kamen dabei 64 Personen in Folge eines Verkehrsunfalls ums Leben (2018: 53). Auch die Anzahl der schwer verletzten Verkehrsteilnehmer stieg um 2,6 Prozent auf 937.

Ein besonderes Augenmerk der PD Göttingen lag auf der Ablenkung durch das Telefonieren während des Fahrens. Im vergangenen Jahr wurden innerhalb der PD Göttingen mehr als 7400 Verstöße festgestellt. Mit gezielten Kontrollen und Aufklärungsarbeit sei die Polizeidirektion Göttingen dagegen vorgegangen.

Positive, aber auch negative Entwicklungen

„Mit diesem Sicherheitsbericht wollen wir das Vertrauen in unsere Arbeit weiter stärken, indem wir unsere Transparenz verdeutlichen. Dazu zählen neben ganz vielen positiven auch die im Sicherheitsbericht beschriebenen negativen Entwicklungen in einigen Bereichen. Insgesamt lässt sich aber festhalten: Im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Göttingen lässt es sich gut und vor allem sicher leben. Diese Sicherheit ist vor allem auf die Arbeit Ihrer Polizei begründet“, stellte Polizeipräsident Uwe Lührig abschließend fest.

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Von HK

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