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Göttingen „Weitgehend friedliches“ Silvester mit Böllern und Bränden
Die Region Göttingen „Weitgehend friedliches“ Silvester mit Böllern und Bränden
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13:23 01.01.2019
Jahreswechsel in Göttingen Quelle: Ballhaus
Göttingen/ Duderstadt

Als um Mitternacht die Glocken der St.-Servatius-Kirche in Duderstadt läuten, ist das das nahezu einzige lautere Geräusch. Ein paar Knallteufel hier, eine Tröte da, aber das Geräusch von explodierenden Feuerwerksköpern ist nur von Ferne zu hören. Entprechend zieht der Streifenwagen der Polizei ruhig an den Feiernden vorbei, die sich an das Böllerverbot in der Innenstadt gehalten haben. Und das offenbar gern. Immer wieder ist zu hören, wie angenehm es sei, in der Innenstadt Ruhe zu haben. Wer knallen wolle, könne das vor den Toren der Stadt in sicherer Entfernung tun.

Ähnlich ruhig wie um Mitternacht verbrachten Gäste der Innenstadtlokale den Jahreswechsel. Gutes Essen und Musik standen im Hotel Zum Löwen und bei La Gondola im Mittelpunkt. Im Backsteinhaus unterhielten sich die Gäste bei Stimmungsmusik.

Das Böllerverbot zum Jahreswechsel ist auch in Göttingen überwiegend eingehalten worden. Außerhalb des Walls, auf dem Albaniplatz und am Weender Tor und an vielen anderen Straßen außerhalb wurde geböllert. Die Göttinger Polizei war mit etlichen Fahrzeugen und Einsatzkräften sowohl in der City als auch in Grone Süd unterwegs, um für die Einhaltung des Verbotes und für generelle Sicherheit zu sorgen. Gegen 1 Uhr zog das Team von Einsatzleiter Guido Schwarz eine erste Bilanz: „Es ist bislang weitgehend friedlich geblieben“, so das Fazit.

Auf dem Markt kamen trotz des Böllerverbotes einige Göttinger zusammen um gemeinsam auf das neue Jahr anzustoßen und, so wie Familie Cotenescu aus Rosdorf, ein paar Wunderkerzen abzubrennen. „Die ganze Familie feiert hier“, sagt der Vater vor dem Alten Rathaus. Die Freundinnen Natascha, Gianna, Darlin und Julina haben dort ebenfalls auch ohne Knallerei viel Spaß. „Ein frohes neues Jahr“ wünschen sie sich ebenso wie viele andere.

Silvester: Feuerwekt am Weender Tor. Quelle: bib

Die Polizei hat auch in dieser Nacht die Döner-Meile am Weender Tor besonders im Auge, dort treffen sich vor Mitternacht ebenfalls einige hundert Menschen, auch um – zumindest am Ende der Straße – Feuerwerk ab zu brennen.

Ein bisschen Wehmut zwischen all der Fröhlichkeit ist in der Tangente zu spüren. In den letzten Stunden der 37 Jahre alten Clubdiskothek verabschieden sich unter anderem viele Stammgäste und Weggefährten von Geschäftsführer Ole Krüger. Getanzt wird bis zum Morgengrauen, dann fällt die Tür für immer ins Schloss und der Tunnel mit den Schwarzlichtern bleibt dunkel.

Im Irish Pub herrscht volles Haus, Sänger Chris Crisis unterhält die Gäste mit Livemusik. „Die Hälfte steht zwar noch draußen, aber ich mach schon mal weiter“, sagt er gegen 0.30 Uhr. Auch im Apex wird noch gefeiert. TV-Köchin Jacqueline Amirfallah und ihr Team kümmern sich auch gegen 2 Uhr noch um ihre Gäste.

Rettungsdienst im Dauereinsatz

Während viele Göttinger ins neue Jahr feiern, haben die Feuerwehrleute in Stadt und Landkreis mehr als genug zu tun. Zwei mal rückt die Berufsfeuerwehr in die Wohnanlage an der Groner Landstraße aus, Feuerwerkskörper wurden dort nach Angaben von Sprecher Frank Gloth vermutlich im Flur gezündet. Zuvor waren die Feuerwehren der Stadt in Elliehausen beschäftigt, dort brannte ein Gewächshaus ab. In Eisdorf kämpften sechs Ortsfeuerwehren gegen die Flammen. Dort stand ein Dachstuhl in Flammen. „Außerdem brannten diverse Müllcontainer in Göttingen“, sagte Gloth gegen 2 Uhr. Und: Der Rettungsdienst forderte Verstärkung an, die sogenannte Schnelle Einsatzgruppe (SEG) rückte zur Hilfe aus. „Sowohl in der Stadt Göttingen als auch in Osterode waren alle Rettungswagen im Dauereinsatz“, sagte Gloth.

Von Britta Bielefeld

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