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Göttingen So feiern Göttinger aus aller Welt Silvester
Die Region Göttingen So feiern Göttinger aus aller Welt Silvester
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00:18 01.01.2018
Das Feuerwerk gibt es zum Jahreswechsel nicht nur bei uns in Deutschland. Quelle: dpa
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Göttingen

Anna Radwańska-Nowak, Polen:

Besondere Speisen, ein rauschender Ball mit vielen Menschen und ein traditioneller Glückwunsch – in Polen werde das neue Jahr feierfreudig begrüßt, sagt Anna Radwańska-Nowak. Die Polnisch-Dozentin an der Volkshochschule lebt bereits seit 1979 in Deutschland, erinnert sich aber an Bräuche und Sitten aus vergangenen Jahrzehnten, die heute überwiegend im ländlichen Raum eine Rolle spielen, wie sie sagt. So habe es die Tradition gegeben, den Mief des alten Jahres auszulüften: Mit geöffneten Türen und Fenstern habe man dies symbolisieren wollen. Auf diese Weise habe man dem neuen Jahr Zugang zum Haus verschaffen wollen – frischer Wind um Mitternacht, also. Um die Probleme des vergangenen Jahres loszuwerden, habe man diese auf Zettel geschrieben und das Papier um Mitternacht verbrannt. Den Brauch kenne sie noch aus ihrer Kindheit, sagt Anna Radwańska-Nowak. Wenn es hingegen im abgelaufenen Jahr gut gelaufen sei, habe man zuhause am letzten Tag des Jahres nicht mehr aufräumen sollen – um das Glück nicht wegzufegen. Unverheiratete Frauen seien hinsichtlich der Kleidung gefordert gewesen: Neue Unterwäsche, am besten noch mit Preisschild, hätten sie getragen, um dem Glück bei der Suche nach dem Partner fürs Leben auf die Sprünge zu helfen. Am Silvesterabend sei das Feiern in Gesellschaft etwas, das sie in Polen wie in Deutschland schätze, sagt die Göttingerin. In ihrer Heimat werde immer Bigos gereicht, das Nationalgericht aus gedünstetem Sauerkraut und mehreren Fleisch- und Wurstsorten. Um Mitternacht habe es eine stärkende Rote-Beete-Suppe oder Kraftbrühe gegeben. Statt der Berliner oder Krapfen, die es in Deutschland an Silvester gibt, sei das Schmalzgebäck Faworki gegessen worden, das auch Raderkuchen genannt wird. Hinsichtlich der Speisen sei das polnische Silvester eine „Verlängerung von Weihnachten“, sagt Anna Radwańska-Nowak. Einen alten Glückwunsch zu Silvester würden Polen auch heute noch aussprechen, sagt Anna Radwańska-Nowak: „Dosiego Roku“: „Ein gutes neues Jahr!“

Ursula Benseler, Polen:

Seit 28 Jahren lebt Ursula Benseler in Mingerode. Wenn die gebürtige Polin dort am Silvesterabend mit Nachbarn nach einem gemeinsamen Raclette-Essen vor dem Haus steht, eine Flasche Sekt in der Hand und aufpasst, dass nicht etwa Raketen an Scheune oder Fachwerkhaus Schaden anrichten, wird sie wieder die Bräuche zum Jahreswechsel aus ihrer Heimat vermissen. Und dort, so berichtet Bensener, gingen in der Silvesternacht lustige verkleidete Gestalten von Haus zu Haus, sängen „lustige und ein bisschen unanständige Lieder“, musizierten und bekämen als Lohn meist etwas zu essen und zu trinken. Kolednicy nenne sich dieser regionale Brauch. Ein in Lumpen gehüllter, alter Mann symbolisiere dabei zum Beispiel das alte Jahr, ein schöner junger Mann Neujahr. Auch Fahrten mit dem Pferdeschlitten im Schnee mit anschließendem Ball und Tanz seien zu Silvester in Polen üblich. Zunächst werde deftig und reichlich gegessen, dann werde „sehr viel getanzt und getrunken“, sagt die 60-Jährige und ergänzt: „Die Damen takeln sich an Silvester gerne auf und schmücken sich wie einen Weihnachtsbaum, und die Männer ziehen den feinen Smoking an“, sagt sie. Und wer sich nicht leisten könne, einen Ball zu besuchen, so Benseler, der feiere mit Freunden und Nachbarn auch in einer 40 Quadratmeter großen Wohnblock-Wohnung.

Pauline Dyck, Großbritannien:

„Zu Silvester in Großbritannien feiern Freunde gerne zusammen in einem Privathaus, und jeder bringt etwas fürs Buffet mit“, sagt die Britin Pauline Dyck. Am Neujahrstag gehe es eher ruhig zu, - auch weil die Leute dann nach Hause fahren müssen, um am nächsten Tag wieder zu arbeiten. Was das Essen betrifft, gebe es eigentlich kein „richtiges traditionelles Mittags- oder Abendgericht – also nicht so wie beispielsweise der Truthahn zu Weihnachten“. Insgesamt, so Dyck, sei Weihnachten in England deutlich traditioneller als die Neujahrsfeier, die ganz unterschiedlich ausfallen könne.

Helena Arndt, Tadschikistan:

„Wie man Silvester feiert, so wird das neue Jahr“, heißt eine russische Weisheit. Daher, erklärt Helena Arndt, soll der Jahreswechsel auch möglichst harmonisch, mit Freunden ablaufen. Dazu gehört auch „sehr viel Essen“, sagt Arndt, die 1982 in Duschanbe, der Hauptstadt von Tadschikistan, geboren wurde. „Der Tisch ist voll mit warmen und kalten Speisen, er biegt sich förmlich“, ergänzt Yulia Rasheva von der Deutsch-Russischen-Gesellschaft in Göttingen. „Man isst und trinkt, es werden lustige Geschichten erzählt.“

Zu den Gerichten, die Silvester in Tadschikistan nicht fehlen dürfen, gehören eine „Oliwje“ ausgesprochene Speise. „Es ist eine Art Kartoffelsalat, nur mit viel mehr Zutaten und toten Tieren“, beschreibt die Göttinger Ratsfrau Arndt (Die Partei). Eine „abenteuerliche“ Mischung aus roter Beete, Sauerkraut, Kartoffeln, Möhren, Bohnen und Salzgurken ist die „Vinegret“, die gereicht wird. „Hering unter Pelzmantel“ heißt ein weiteres Gericht - ein Schichtsalat aus Hering, Ei, Kartoffeln, Karotten und roter Beete. Fleisch in Aspik landet ebenfalls auf dem Tisch. Ein Neujahrsbrauch ist es, sich mit dem ersten Glockenschlag des Kremls etwas zu wünschen - maßgebend ist in dem Riesenland Russland die Moskauer Zeit Oft, so Arndt, werde der Wunsch auch aufgeschrieben, der Zettel verbrannt, die Asche in ein Glas mit Sekt gegeben und getrunken. „Unverzichtbar“ bei einem russischen Silvester ist der Sekt.

Alexander Richter, Russland:

Alexander Richter aus Russland kann eigentlich nichts Unverzichtbares zum Jahreswechsel nennen. Der Musiker und Chorleiter ist in der russischen Hauptstadt Moskau aufgewachsen - „fünf Minuten vom Roten Platz“ - und lebt seit fast 23 Jahren in Duderstadt. Den Silvesterabend will er mit seiner Tochter (21) und der Enkelin (4) Jahre verbringen, sagt er. Aufgetischt wird dabei typisch russische Suppe - Borschtsch genannt - und Taschki, „das sind mit Mett gefüllte Teigtaschen“, erklärt der 63-Jährige. Am Neujahrstag gibt er traditionell ein Konzert im Hotel nahe der Burg Reiffenstein.

Josef Wochnik, Tschetschenien:

Die Menschen in Tschetschenien feiern sehr ähnlich wie die Russen, sagt Josef Wochnik von der Deutsch-Russischen-Gesellschaft in Göttingen. „Da das Land vorwiegend muslimisch ist, fehlt der Alkohol. „Es würden große Maultaschen (Manty) gereicht, es gebe Huhn und Salate, „obligatorisch“ seien Süßigkeiten und Torten. „An Neujahr bekommen die Kinder ihre Geschenke, da Weihnachten als Feier entfällt“, erläutert Wochnik. Es würden ebenfalls Feuerwerkskörper angezündet.

Marcos Prieto Mais, Spanien:

In Spanien bekommt jeder Gast zwölf Weintrauben. Diese werden zu jedem Gongschlag um zwölf Uhr zu sich genommen“, schildert Marcos Prieto Mais einen spanischen Silvesterbrauch. „Soll Glück bringen für das kommende Jahr.“ Bei seinen Eltern in Galizien gibt es zu Silvester Meeresfrüchte. Der Sprecher der Stadtverwaltung Northeim verbringt den Jahreswechsel anders als sonst, nämlich „mit Freunden an der Küste“. Die Familie und Freunde gehören für Prieto Mais unbedingt zu einem gelungenen Silvesterabend.

Maurizio Trisorio, Italien:

Als gebürtiger Süditaliener ist Maurizio Trisorio vor allem ein lautstarkes Silvester gewöhnt. In Neapel, so erzählt er, wird geböllert was das Zeug hält, es werden Sachen aus den Fenstern geworfen, es wird laut geschossen und auf den Straßen herrsche ein ziemlicher Tumult. . „Zumindest war das früher so”, sagt er. Seit 1977 lebt Trisorio in Deutschland, führte unter anderem eigene Restaurants. Gutes Essen ist ihm als Gastronom, Gourmet und Italiener wichtig - auch zum Jahreswechsel. Silvester, so sagt er, kommen eher „leichte Sachen” auf den Tisch, beispielsweise feine Antipasti. „Eine wichtige Tradition ist auch Zampone”, sagt er. Zampone ist eine Spezialität aus gekochtem Schweinsfuß. Trisorios Frau Maria macht in diesem Jahr Linguine mit Scampi. Struffoli, kleines, bunt dekoriertes und frittiertes Gebäck gibt es zum Dessert (gebacken vor der Tante), am nächsten Mittag wird dann grainierte Pasta „al Forno“ serviert. Ein Italienischer Brauch ist es zudem, pünktlich um Mitternacht Linsen zu essen. „Das bringt Glück für das nächste Jahr”, sagt Trisorio. Oft feiert er in gemütlicher Runde mit Freunden und Familie ins neue Jahr, dieses Jahr geht es mit Tochter Sandra und Freuden zu einer großen Party nach Northeim.

Faical Souei, Tunesien:

“In Tunesien feiern wir das eigentliche Neujahr zu einem anderen Zeitpunkt, das europäische Silvester feiern wir aber auch”, sagt Faical Souei, Schuhmacher aus Göttingen. “In Tunesien kauft man für Silvester eine Torte, die wird dann um Mitternacht gemeinsam gegessen”, sagt er. Gefeiert werde dann oft in einem Hotel, “bis in den frühen morgen”, sagt er. Seitdem Souei in Europa lebt, feiert er gerne auch in gemütlicher Runde mit Freunden, trink ein Glas Prosecco und schaut sich Feuerwerk an. Manchmal geht es zum Feiern aber auch in die Stadt, “jedes Jahr feiere ich anders”, sagt er. Aber in Göttingen ganz ohne Torte.

Menschen aus der Region mit Wurzeln im Ausland erzählen von den Silvesterbräuchen aus ihrer Heimat.

Prahant Jaiswal, Indien:

An eine besondere indische Spezialität aus seiner nordindischen Heimat Bihar kann sich der in Göttingen lebende Schauspieler nicht erinnern. „Wir sind als Jugendliche von einem Festzelt zum anderen gezogen”, so haben wir die Silvester-Nacht gefeiert sagt der 43-Jährige. Heute sei er mehr der „Familientyp”, treffe sich mit Freunden und Familie zum Essen. Im Gegensatz zu Weihnachten, wo Gans oder Ente zum Fest gehörten, habe er keine feste Silvestertradition. Gemütlich zu Hause feiern ziehe er einer großen Party vor. Allerdings gönnt sich der Göttinger mit indischen Wurzeln eines: “Ein Bier vor vier”, sagt er lachend. Dann könne man doch den ganzen Abend noch besser genießen.

Sori, Chile:

In Chile kommt es auf die Unterwäsche an, erzählt die Chilenin Sori, die als dreijähriges Kind bereits nach Göttingen kam. Denn: die Farbe der Unterhose, die man in der Silvesternacht trägt, steht dafür, was im neuen Jahr passiert. Gelb stehe beispielsweise für Wohlstand, rot für Glück, rosa für die Liebe. „Wenn man die falsche Farbe trägt, hat das Auswirkungen auf das Jahr”, sagt sie. Eine weitere chilenische Tradition, die die Göttingerin mit ihrer Familie und Freunden weiter führt, ist das Verspeisen von Weintrauben. „Genau um 24 Uhr isst man zwölf Weintrauben, mit jedem Glockenschlag eine”, erzählt sie. Jeder Weintraube gilt ein Wunsch fürs neue Jahr, nur verschlucken darf man sich nicht, das bringe Unglück. In Chile sorgen die Kommunen, nicht die Bürger, für ein Feuerwerk. Nach Mitternacht gehen die Menschen auf die Straßen, die jüngeren ziehen weiter in die Disko. Soris Familie feiert zu Hause, auch wegen ihres Vierbeiners - natürlich mit Trauben und roter Wäsche.

Georgios Zlatoudis, Griechenland:

In Griechenland, so erzählt Georgios Zlatoudis, wird Silvester abends mit Familie und Freunden gefeiert. „Dann wird zu griechischer Musik getanzt“, sagt er. Wichtig sind natürlich auch kulinarische Genüsse zum Jahreswechsel. „In Griechenland wird Weihnachten geschlachtet und eine traditionelle selbst gemachte Wurst hergestellt, die darf dann an Silvester nicht fehlen“, sagt er. „Wir Griechen hier in Deutschland können nicht schlachten, aber die traditionelle selbst gemachte Wurst wird trotzdem noch hergestellt“, sagt er. Das wichtigste, was pünktlich um Mitternacht zum Sekt bereitstehen muss, ist der Neujahrskuchen (Vasilopita). Darin ist ein Geldstück versteckt. Der Hausherr muss den Kuchen anschneiden, das erste Stück ist für den allmächtigen Gott, das zweite für den Heiligen Vasilios. Dann wird das Gebäck an die Gäste verteilt. Wer das Geldstück findet, hat im neuen Jahr viel Glück. Der Heilige Vasilios bringt in Griechenland auch am Neujahrstag die Geschenke zu den Kindern – und nicht wie in Deutschland der Weihnachtsmann.Zlatoudis feiert in diesem Jahr bei Freunden, andere Freunde und Verwandte ruft er an, um ein frohes neues Jahr zu wünschen.

Djordje Curcic, Serbien:

Djordje Curcic kommt aus Novi Sad in Serbien - „aus einer Landschaft ohne viele Hügel, ähnlich wie in Norddeutschland“. Seit 30 Jahren lebt der ehemalige Profi-Fußballer in Göttingen, denkt aber noch oft an seine Kindheit. Und an Silvester: „Es ist eigentlich ähnlich wie hier“, sagt der 61-Jährige. „Die Stadt war immer schön geschmückt, und Mitternacht gab es ein großes Feuerwerk.“ Allerdings sei der Umgang mit Feuerwerkskörpern in Novi Sad „strenger“, Feuerwerk sei „nicht an allen Orten“ erlaubt gewesen. „Ich selbst war nie ein Fan vom Böllern, auch nicht als Kind.“ Die Familie, bestehend aus den Eltern Rada und Anica sowie ihm als jüngstem Kind mit drei Brüdern und zwei Schwestern, sei zunächst in die Kirche gegangen und habe später mit Nachbarn gefeiert. „Die Erwachsenen haben Wein getrunken, für die Kinder gab es Süßigkeiten.“ Spektakulär sei ein Pferderennen mit 50 bis 100 Teilnehmern durch Dörfer der Region gewesen - im Anschluss hielten Einwohner für die Reiter hier und da einen Schnaps zum Aufwärmen bereit. Curcic, der in der Küche des Studentenwerks tätig ist, spielte später für Novi Sad in der ersten jugoslawischen Fußball-Liga, zum Teil vor 50000 Zuschauern. Dann wechselte er nach Wien und schließlich vor 30 Jahren zu Göttingen 05. Bald geht er in Rente - dann will er mit seiner Frau zurückgehen nach Novi Sad und wieder in seiner Heimat Silvester feiern.

Wasey Khan Khalil, Pakistan:

Wasey Khan Khalil kam vor zwei Jahren als Flüchtling nach Göttingen, heute promoviert er an der Universität. “Die Menschen in Pakistan lieben Silvester”, sagt er. Vor allem, seitdem sich der Terror ein wenig gelegt hat, freuen sie sich wieder auf ein Fest - auch zum Jahreswechsel. Gefeiert werde in Einkaufszentren, auf Parties und auf der Straße, wenn für Veranstaltungen das Geld fehlt. Eine spezielle Tradition habe vor allem die junge Generation nicht, sie gehen auf Konzerte und treffen sich unter Freunden, um dem Feuerwerk zu zuzuschauen. Auch Fast-food-Restaurants seien in Pakistan beliebte Treffpunkte für junge Menschen. Khan Khalil liebt Feuerwerk und fröhlich feiernde Menschen. “Ich hoffe, in diesem Jahr feiern wieder Menschen am Gänseliesel”, sagt er. Eine Tradition aus Pakistan vermisst er nicht.

Deborah Liemburg, Holland:

In Holland, so erklärt die Betreiberin des Campingplatzes am Seeburger See, werden „Oliebollen und Appelflappen“ gebacken, dazu gibt es Bowl (Punsch). „Wir feiern mit Familien und gute Freunden“, sagt die gebürtige Holländerin. Um Mitternacht wünscht man einander ein frohes Neues, trinkt Sekt und zündet ein Feuerwerk. „Es knallt in den Niederlanden den ganzen Nacht“, sagt sie. Ebenso wie an der heimischen Nordsee („Nieuwjaarsduik für echte Diehards“) gebe es aber zum Glück auch am Seeburger See ein Anschwimmen zum Neujahr. “Weil wir diesem Jahr keine Silvester-Alm haben, feiern wir mit Freunden im DGH in Bernshausen“, sagt sie. Die unverzichtbaren Oliebollen und Appelflappen backt Liemburg an Neujahr. „Einen Tag zu spät, aber es gehört doch dazu.“

Nina, Kamerun:

„In meinem Heimatland Kamerun bieten Silvester und den Neujahrstag eine Gelegenheit, Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen“, sagt die junge Frau. Zu den Bräuchen zählet auch die Messe am Silvesterabend, mit Chören, Gebeten und viel Gesang. Um Mitternacht rufen alle gemeinsam „ein frohes neues Jahr“ – auf den Straßen und in den Häusern, erzählt sie. Das traditionelle Feuerwerk dürfe natürlich nicht fehlen. Am Neujahrstag klingen die Kinder in den Nachbarhäuser, verschenken Blumen und wünschen frohes neues Jahr gegen einen Obolus oder Süßigkeiten. In diesem Jahr will die Kamerunerin mit Freunden in Göttingen feiern, die Familie ist ja weit weg. Auf dem Tisch kommen gebratene Kochbananen, gebratener Fisch und Hähnchen à la camerounaise – mit Tomatensoße und Reis. „Zum Jahreswechsel sind für mich Gesundheit, gute Laune und Zusammenhalt unverzichtbar.“

Von Matthias Heinzel, Britta Bielefeld und Michael Brakemeier

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