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Göttingen So bunt und kreativ war der Groner Kirmesumzug
Die Region Göttingen So bunt und kreativ war der Groner Kirmesumzug
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13:20 02.09.2019
Weintrauben einmal anders präsentiert. Quelle: Heller
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Grone

Die Groner genießen jeden Tag ihrer Familien- und Volkskirmes. So auch den Umzug am Sonntag, 1. September 2019. Bunt und fröhlich, aber auch ausgestattet mit nachdenklich stimmenden Transparenten zogen die teilweise festlich geschmückten Wagen, die gut gelaunten Fußgruppen und die Spielmannszüge durch die Groner Straßen.

Vereine, Schulen und Institutionen präsentierten sich während des traditionellen Umzuges. Viele Zuschauer säumten die Strecke.

Bereits gut eine Stunde vor dem eigentlichen Beginn hatten sich die ersten Zaungäste positioniert. Campingstühle gehörten mit zur Grundausstattung, auch Kühltaschen und Decken zählten dazu. Einige Zuschauer hatten darüber hinaus einen Schirm dabei. „Was gut ist gegen Regen, ist auch gut gegen Sonne“, sagte ein Zuschauer. Gegen den Regen brauchte er ihn nicht, denn obwohl einige dunkle Wolken aufgezogen waren, blieb es bis zum Einzug auf die Festwiese trocken.

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Feuerwehr sorgt für Abkühlung

Für Abkühlung sorgte die Groner Jugendfeuerwehr, je nachdem wie ungünstig die eigene Positionierung war. „Feuer, Feuer, es brennt, es brennt“, hieß es in unregelmäßigen Abständen. In die bis zu diesem Zeitpunkt auf ihrem Wagen eher lethargisch wirkenden Nachwuchs-Feuerwehrleute kam plötzlich Bewegung. Das mitgeführte Löschwasser landete in den Zuschauerreihen. Angesichts der angenehmen Außentemperaturen kein Drama.

Muskelkater haben werden die kleinen Gäste, die sich in Anbetracht der großen Flut an Süßigkeiten, ständig bücken mussten. „Mama, für die nächsten Tage brauchen wir keine Bonbons kaufen“, sagte ein kleines Mädchen und guckte seine Mutter mit einem treuherzigen Augenaufschlag an.

„Groner Wein, der schmeckt fein“, reimte ein Zuschauer, als die Line-Dance-Gruppe des MTV Grone mit originellen Kostümen, nämlich als grüne und blaue Trauben verkleidet, an den Zuschauern vorbeizog. Der MTV Grone bildete gemeinsam mit seinem neuen Fusionspartner, TWG Göttingen, die stärkste Gruppe innerhalb des Festumzuges. Am Abend setzten die Vorstände des MTV und des TWG 1861 ihre Unterschriften unter das Vereinigungspapier, um dann anschließend zünftig mit der „flotten Fusionsfeier“ unter dem Motto „Endlich vereint“ zu beginnen.

Freundliche Hexen beim Umzug dabei

Mit zum Zug gehörte auch ein Teil des Ensembles des Laienspieltheaters „Gasparone“. Nachdem die Crew im Gasthaus Berge in Elliehausen ihre Heimat verloren hatte, da das Gebäude abgerissen werden musste, kamen sie im Landgasthaus Fricke unter. Doch dort war die Bühne nur 40 Zentimeter hoch, für Aufführungen nicht geeignet. In Grone fanden sie nun eine freundliche Aufnahme in der Mehrzweckhalle. „Die Kleinstadthexen“ heißt ihr neues Stück, dass am 1. Dezember Premiere am neuen Standort feiert. Ein Teil der Hexen stellte sich schon einmal beim Umzug vor.

Stark vertreten war auch die Astrid-Lindgren-Schule und der Förderverein der Schule. „Wir sind die Zukunft“, stand auf den Transparenten, die sie in die Höhe streckten. Die Zukunft miteinander friedlich gestalten. Dieser Ansatz war bei vielen Gruppen zu beobachten. Mit zur großen Groner Kirmesgemeinde gehörte unter anderem auch die Deutsch-Russische Gesellschaft, die in ihren farbenprächtigen Trachten mitwirkte.

Viel Spaß hatten die Kinder und Eltern vom Petri Haus, der evangelischen Kindertagesstätte in Grone. „Wir machen uns lautstark für eine gute Zukunft“, lautete ihr Slogan. Tierisch ging es bei dem Kyffhäuser Verein 1994 zu. Sie hatten Bienen „ins Rennen“ geschickt. „Willst Du Gottes Wunder sehen, musst Du zu den Bienen gehen“, hieß es auf dem Plakat an ihrem Festwagen. Gegangen sind am Ende alle einträchtig auf den Festplatz, um weiter miteinander zu feiern.

Einmaliger Ausfall soll die Ausnahme bleiben

Die Groner Kirmes gibt es seit 1684. Kaum vorstellbar, dass sie in einem Jahr tatsächlich einmal ausgefallen sein soll. Doch 2015 trat dieser Fall tatsächlich ein. „Häufig ist es ja so, dass, wenn eine Kirmes erst einmal gestorben ist, es extrem schwer ist, sie wieder zum Leben zu erwecken“, erzählt Marco Witte von der Arbeitsgemeinschaft Groner Kirmes. Doch den Verantwortlichen gelang es. „Es war uns klar, dass ein Verein allein die Organisation einer Größe nicht mehr stemmen kann. Wir haben jetzt im vierten Jahr die Festfabrik als Partner. Es ist eine ganz tolle Zusammenarbeit“, schwärmt Witte. Viele Helfer unterstützen das Projekt inzwischen. Silke Dudda (stellvertretende MTV-Vorsitzende), Wolfgang Thielbörger (Vorsitzender des Feuerwehrvereins), Sascha Egger (Feuerwehrverein), Dieter Krause (Wir in Grone) und Witte bilden die Arbeitsgemeinschaft. Erstmals nach drei Jahren nahmen die Verantwortlichen auch bei der Band-Besetzung am Sonnabend einen Wechsel vor: Schlager und Schlaghosen statt Dirndl und Lederhosen. „Die Rexis und das Polyester Orchester“ brachten das Festzelt zum Kochen.

Von Vicki Schwarze

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